Die Oldtimer rollen wieder auf die Westtrasse

Oldtimer IFA-Treffen findet vom 27. bis 29. April in Werdau statt

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Die Organisatoren erwarten wieder mehr als 500 Fahrzeuge auf der Westtrasse. Foto: Stadtverwaltung Werdau.

Werdau. Mehr als 500 Fahrzeuge werden zum IFA-Oldtimertreffen erwartet. Die Veranstaltung findet vom 27. bis 29. April statt - nach einer langen Hängepartie wird auch bei der 21. Auflage wieder die Westtrasse genutzt. Die Teilnehmer bekommen eine Erinnerungsplakette, auf der sich der O-Bus W 601 befindet.

Seit über einhundert Jahren werden in Werdau Nutzfahrzeuge hergestellt

"Was heute kaum noch jemand weiß, in Werdau begann man 1937/38, also vor 80 Jahren, mit der Produktion von O-Bussen, die mit kriegsbedingter Unterbrechung bis 1957 erfolgte. Auch hier erwies sich das Werdauer Fahrzeugwerk als Pionier in der Elektromobilität. Letzten Endes fiel sie aber der Planwirtschaft zum Opfer", sagt Bärbel Hoffmann, Leiterin des Fachbereichs Bildung/Zentrale Steuerung in der Stadtverwaltung.

Die Nutzfahrzeugherstellung hat in Werdau eine über einhundertjährige Tradition. 1898 wurde mit dem Bau von Eisenbahnwaggons begonnen. Später folgte der Bau von Straßenfahrzeugen.

Das sind die drei berühmten Typen:

Nach 1950 haben vor allem drei LKW-Fahrzeugtypen die Stadt an der Pleiße in vielen Ländern der Welt bekannt gemacht. Vor mehr als einem halben Jahrhundert rollten im Ernst-Grube-Werk die ersten Laster vom Typ H 6 und G 5 vom Band. Letzterer war vor allem für den militärischen Bereich gedacht. Ebenso wie die Busvariante H 6 B prägte auch der Nachfolger S-4000 über viele Jahre den Güter- und Personenverkehr in der DDR. 1967 rollte der letzte in Werdau gebaute LKW S-4000 vom Band.

An die große Tradition des Nutzfahrzeugbaus erinnern die seit 1998 jährlich stattfindenden IFA-Oldtimertreffen. Zum Rahmenprogramm gehören unter anderem Kranfahrten , ein Teilemarkt, Musik und Spaß im Festzelt sowie Vorführungen von Funktionsmodellen.