"Die Prinzen"-Sänger bringt Courage an Schulen

Auftritt Sebastian Krumbiegel kam nach Limbach-Oberfrohna

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Der Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel (li.) im Gespräch mit Dietrich Oberschelp von der Stadtverwaltung. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Sebastian Krumbiegel, Frontmann der Popband "Die Prinzen" und einst "der schönste Junge aus der DDR", war in dieser Woche in Limbach zu Gast. Vor 400 Schülern las er aus seiner Autobiografie vor und sang zwischendurch Lieder am Klavier.

Aufklärungsarbeit soll Jugendliche zu Toleranz bewegen

Er berichtete er unter anderem von dem traumatischen Überfall auf ihn durch Rechtsradikale im Jahr 2003. "Ich gehe auch öfter in Schulklassen, um Aufklärungsarbeit zu leisten", so der Sänger und Autor. Aufklärungsarbeit heißt für ihn: Den Jugendlichen klar machen, dass sie sich positionieren sollen - gegen rechtes Gedankengut und für Demokratie und Toleranz. "Ich will was ins Rollen bringen und habe das Gefühl, hier in Limbach ist das geglückt", so Sebastian Krumbiegel.

Sein Auftritt wurde vom Verein L.O.s geht's organisiert und ist Teil des Projekts "Demokratie leben!", das seit 2014in Limbach läuft. "Wir haben in den letzten sieben Jahren viel für die Präventionsarbeit getan. Das heute war aber ein Highlight", sagte Dietrich Oberschelp, Präventionsbeauftragter der Stadt und Vorstandsvorsitzender des Vereins L.O.s geht's.

Auch politisch ist Krumbiegel aktiv

Geboren wurde Sebastian Krumbiegel in Leipzig als Sohn einer Musikwissenschaftlerin und eines Chemikers. Als Thomaner wurde das Singen sein Leben. Bereits mit 15 wusste er: "Ich will Popstar werden." 1981 gründete Krumbiegel in der Schule seine erste Band, kaufte sich vom eigenen Geld ein Schlagzeug und studierte an der Leipziger Musikhochschule. Nach ersten Erfolgen mit den "Herzbuben" kam der große Erfolg dann mit seiner Band "Die Prinzen".

Über die Musik hinaus ist Sebastian Krumbiegel ein politischer Mensch und bringt sich ein - ob bei der Leipziger Konzertaktion "Courage zeigen", als Unterstützer der Amadeu-Antonio-Stiftung oder im Dresdner Bündnis "Nazifrei".