Die Rache der Medea

Theater Weltliteratur wird auf Zwickauer Bühne gespielt

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Else Hennig spielt die Medea. Foto: Theater/P. Awtukowitsch

Zwickau. "Medea", die Tragödie von Euripides, übersetzt und herausgegeben von Peter Krumme, steht am 4. November auf dem Spielplan des Theaters Plauen Zwickau. Die Vorstellung beginnt 19.30 Uhr im Malsaal. Der tragische Inhalt des Stücks beschreibt das Schicksal von Medea.

Darum geht es im Stück

Für ihren Mann, den Argonautenführer Iason, hat sie betrogen, gestohlen und gemordet. In Korinth, wo die Liebenden mit ihren beiden Söhnen ein vorläufiges Asyl gefunden hatten, wendet sich Iason jedoch von ihr ab und geht eine Verbindung mit der Königstochter ein.

Als dann noch der König Medea und ihren Kindern mit Verbannung droht, wird aus untröstlichem Schmerz grausame Berechnung: Medea lässt der Braut ein Kleid und einen Kranz zukommen; beides mit Gift getränkt. Als die Nebenbuhlerin diese anprobiert, zerfressen die tückischen Geschenke ihren Kopf und Körper und den Leib ihres Vaters, der sich über sie wirft.

Um Iason nun völlig zu zerstören, bleibt Medea nur noch eines zu tun: Sie wird zur Mörderin an ihren eigenen Kindern. Die auf der Argonautensage basierende Tragödie des griechischen Dichters Euripides gehört seit über zweitausend Jahren zu den bekanntesten Stoffen der Weltliteratur.

In Deutschland erlangte der antike Medea-Stoff und seine höchst komplexe Titelfigur auch durch die Bearbeitungen von Franz Grillparzer und Christa Wolf Aufmerksamkeit. Das Stück ist ab einem Alter von 14 Jahren geeignet. Die Spieldauer beträgt etwa 90 Minuten ohne Pause.