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Chemnitz

Die "Riesin" hat Respekt verdient

Naturwunder Limbacher Hanneloreneiche wieder mit Infotafel

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Wer auf dem Weg zum Waldstadion ist, kommt am Friesenweg an einem echten Baumriesen vorbei - der Hanneloreneiche. Noch vor ein paar Jahren konnte man unter ihren mächtigen Zweigen auf Bänken Platz nehmen.

Da es aber leider nicht von allen Personen anerkannt wurde, welches Naturwunder es dort zu bewahren gilt, wurde der Baum von der Straße abgesperrt.

Baumriese steht seit den 30ern unter Naturschutz

"Im letzten Jahr musste zudem die beschmierte und zerkratzte Infotafel entfernt werden", gab Frances Mildner bekannt.

"Seit kurzem können sich Spaziergänger aber wieder über den im Limbacher Land einmaligen Baum informieren." Laut der Stadtsprecherin wird dieser von Sachverständigen auf über 400 Jahre geschätzt und hat aktuell einen Stammumfang von 5,62 Metern. Der Durchmesser des Stammes beträgt rund 1,80 Meter, der der Krone gute 20 Meter. Die Eiche hat eine Höhe von circa 16 Metern. Bereits seit den 1930-iger Jahren steht der Baumriese unter Naturschutz. Sein Name geht vermutlich auf eine auf dem Limbacher Rittergut lebende Edelfrau zurück. Die Adelige hieß Eleonore von Einsiedel. Zu ihrer Zeit soll es neben der Eiche eine Quelle und einen kleinen Teich gegeben haben.

Mitte Januar brachten Bauhofmitarbeiter die neu gestaltete Tafel an alter Stelle an. "Bei deren Erstellung konnte die Stadtverwaltung auf die Hilfe von Friedemann Maisch zurückblicken, der im Auftrag des Esche-Museums zu bedeutenden Bäumen im Limbacher Land forscht", so Frances Mildner weiter.

"Herr Maisch hat die Infos zusammengetragen und das Foto beigesteuert, das die Eiche in den 1920-iger Jahren noch auf freiem Feld zeigt." Damit das Umfeld des Baumes sich optisch ansprechend anpasst, haben die Bauhofmitarbeiter der Stadt auch das Naturschutz-Eulen-Schild und den Zaun vor der Eiche erneuert.