Dienst beginnt zwei Stunden vor dem Bully

Ehrenamt René Beier zeigt als Ordner im Sahnpark Einsatz

Crimmitschau. Bei den Heimspielen des Eishockey-Zweitbundesligisten Eispiraten Crimmitschau kommt René Beier als Ordner zum Einsatz. Der junge Mann übernimmt die ehrenamtliche Aufgabe schon seit fast zehn Jahren. "Die Leute, die im Ordnerteam mitarbeiten, sind eishockeybegeistert. Wir dürfen die tolle Sportart aus nächster Nähe erleben", beschreibt René Beier die Motivation für den Einsatz im Sahnpark. Bei den Heimspielen im Sahnpark beginnt der Dienst stets zwei Stunden vor dem ersten Bully. Dann treffen die ersten Fans auf den Parkplätzen und im Stadion ein. Etwa eine halbe Stunde nach der Schlusssirene kann sich René Beier in den "Feierabend" verabschieden.

Größere Auseinandersetzungen, bei denen sich René Beier und die restlichen Ordner einmischen müssen, bleiben eine Seltenheit. Das hat zwei Gründe. Erstens: Im Sahnpark kommt auch ein professionelles Sicherheitsunternehmen zum Einsatz. Zweitens: Eishockey-Anhänger gelten als faire Fans. "Das lässt sich nicht mit anderen Sportarten, wo es immer wieder Krawalle gibt, vergleichen", sagt René Beier, der im Bereich zwischen Spielfeld und Mannschaftskabine eingesetzt wird. Dort erlebt er hautnah auch die Siegesfeiern der Eispiraten-Truppe und die Interviews der Eispiraten-Profis. Durch die Ordner-Tätigkeit kann René Beier nicht alle Aktionen des Teams auf dem Eis verfolgen. Trotzdem gibt er einen Kommentar zu den Auftritten der Mannschaft von Trainer Fabian Dahlem zum Saisonstart ab: "Der Truppe fehlt es bisher noch an der Konstanz".