Diese Frau ist auf den Hut gekommen

Menschen Wolkenburgerin zeigt 950 Fingerhüte im Schloss

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Regina Heik zeigt eine bunte Sammlung aus Fingerhüten im Schloss Wolkenburg. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. In Schloss Wolkenburg sind derzeit zwei neue Ausstellungen zu sehen. Die eine ist dank zahlreicher kleiner Exponate von Regina Heik zustande gekommen: Sie präsentiert ihre Sammlung aus 950 Fingerhüten. "Ich habe 2011 einen Bericht über sie im Fernsehen geschaut und dachte mir damals schon: Dieses Hobby ist doch eine Ausstellung wert", erzählt Ortsvorsteher Reinhard Iser, der die Idee für die Schau hatte. Für Regina Heik ist es die erste Ausstellung überhaupt.

Fingerhüte aus der ganzen Welt

Und die war mit einem ziemlichen Aufwand verbunden: Alle 950 Fingerhüte mussten von ihrer Wohnung aufs Schloss gebracht und einzeln in die Vitrine gestellt werden. "Das alleine hat schon eine Weile gedauert. Dazu habe ich mit meinem Sohn noch einen Hefter angefertigt, in dem die Herkunftsorte der Fingerhüte dokumentiert sind", erzählt die Sammlerin. Den Besucher der Ausstellung erwarten farbenfrohe Exemplare aus aller Welt. Regina Heim besitzt Fingerhüte aus Sri Lanka, China, den USA, Neuseeland, Israel, England, der Karibik, Griechenland, Mallorca und vieler weiterer Länder. Ihre Sammelleidenschaft ist mittlerweile im Familien-und Freundeskreis bekannt, so dass sie Urlauber stets mit neuen Hütchen versorgen.

Ihre liebsten Exemplare sind aus Gips

Eigentlich dienen Fingerhüte zum Schutz der Finger beim Nähen. "Doch dafür habe ich noch nie einen gebraucht", sagt Regina Heik lachend. Über viele Epochen schon werden sie in verschiedenen Materialien wie Metall, Glas, Holz, Kristall oder Porzellan hergestellt und häufig aufwändig verziert. Aufgrund ihrer geringen und fast einheitlichen Größe sind sie beliebtes Sammelobjekt. Regina Heik mag besonders die Exemplare aus Gips, die teils plastisch wirkende Verzierungen tragen. Die Ausstellung ist noch bis Ende Oktober im Schloss zu sehen. Am 10. September um 14.30 Uhr sind interessierte Besucher zu einem Gespräch mit der Sammlerin eingeladen.