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Diese niedlichen Haustiere haben ein besonderes Fell

Haustier Frieder Kleindienst aus Oberlungwitz züchtet Alpakas

Oberlungwitz. 

Oberlungwitz. Im Alpaka-Gehege von Frieder Kleindienst, das sich in der Nähe des Oberlungwitzer Freibades befindet, herrscht derzeit Hochbetrieb. Denn in den vergangenen Wochen wurden insgesamt fünf Jungtiere geboren. "Die sind wirklich neugierig und verspielt", sagt Kleindienst, der seit 2010 Züchter ist.

Ursprünglich stammen Alpakas, bei denen es sich um Kleinkamele handelt, aus Südamerika, wo sie in Ländern wie Peru oder Chile im Andengebirge leben. In Deutschland erfreuen sie sich wachsender Beliebtheit, was einerseits daran liegt, dass sich nicht nur niedlich aussehen, sondern Menschen gegenüber auch sehr zutraulich sind. Unter anderem werden sie auch in der Tiertherapie eingesetzt und sorgen beispielsweise in Seniorenheimen für willkommene Abwechslung.

Im Winter haben sie es schön warm

Frieder Kleindienst hat knapp einen Hektar für die Tiere gepachtet und züchtet sie vor allem für die Wollgewinnung. Einmal im Jahr wird geschoren, meist im Mai oder Juni. "Danach wächst dann bis zum Herbst wieder genug Fell nach", erklärt der 70-Jährige. Im Winter schützt es die Alpakas selbst bei zweistelligen Minusgraden gut vor der Kälte, was an den besonderen Fasern liegt. Sie sind innen hohl. Zu Wolle verarbeitet oder als Steppdecke sorgen sie für reichlich Wärme.

Bald steht eine Taufe an

Die fünf Jungtiere wurden kürzlich geimpft, damit sie vor bestimmten Bakterien geschützt sind. Insgesamt ist die Haltung aber sehr unkompliziert, da die Tiere ziemlich robust sind. Wichtig ist, dass die von Besuchern am Gehege nicht gefüttert werden, denn sie sollten sich am besten nur von Gras oder Heu ernähren. Demnächst werden Kindergartenkinder bei den Alpakas zu Gast sein.

"Eins soll getauft werden", sagt Frieder Kleindienst, der seine besonderen Tiere mit viel Liebe hegt und pflegt. Die begehrte Wolle spinnt er sogar teilweise selbst und legt nicht nur dabei Wert auf Qualität. Die Fellfasern der Alpakas hat er auch schon mehrfach nach Amerika geschickt, wo sie von Experten vermessen werden. Anhand der Eigenschaften kann die Zucht der Tiere weiter optimiert werden.



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