Drei illegale Hanfplantagen in Zwickau entdeckt

Polizei 35-Jähriger hatte 70 Kilogramm der Droge angebaut

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Es wurden 42 Säcke mit Hanf gefunden, jeweils in den Maßen 63,5 Mal 80 Zentimeter. Foto: Polizei Zwickau

Zwickau. Dem Zwickauer Drogenkommissariat ist ein empfindlicher Schlag im Kampf gegen den illegalen Anbau von Cannabis gelungen. Die Kriminalisten konnten einen 35-Jährigen an einer von ihm betriebenen sogenannten Outdoor-Plantage auf frischer Tat stellen und im Nachgang seine drei Plantagen abernten. Die getrockneten verwertbaren Pflanzenteile bringen 70 Kilogramm auf die Waage, was einem Marktwert von etwa 210.000 Euro entspricht. Der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Auf die Spur des 35-Jährigen waren die Kriminalbeamten gekommen, als Mitte August wachsame Bedienstete der Straßenmeisterei nahe der B93 im Bereich Crossen eine entsprechende Plantage entdeckten und dies der Polizei meldeten. Die Beamten suchten weiter, auch unter Zuhilfenahme von Spürhunden und fanden im dortigen Waldgebiet noch zwei weitere Plantagen.

Am 24. September schließlich konnte der 35-Jährige auf frischer Tat beim Abernten einer der drei Plantagen gestellt und vorläufig festgenommen werden. Tags darauf wurde er dem Haftrichter vorgeführt, welcher Haftbefehl wegen Verdunklungsgefahr erließ und die Untersuchungshaft anordnete. Seither befindet sich der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Hinsichtlich des Tatvorwurfs äußerte er sich bislang nicht. Wegen des Verbrechens der illegalen Herstellung einer nicht geringen Menge von Betäubungsmitteln erwartet ihn eine mindestens einjährige Haftstrafe.