Drei Rentner ziehen komische Bilanz

Kabarett Herkuleskeule im Gewandhaus

Zwickau. 

Mit ihrem längst schon Kult gewordenen Programm "Leise flehen meine Glieder" ist die Dresdner Herkuleskeule am 11. Dezember zu Gast im Zwickauer Gewandhaus.

Carolin Eschenbrenner, Sprecherin des Theaters Plauen-Zwickau, ist voller Vorfreude auf das Kommende und meinte zum Inhalt: "Zwerchfellerschütternd und berührend zugleich gestehen drei Rentner, dass die Zukunft hinter ihnen liegt. Die Freiheit bestand immer aus Zwängen, das Glück hinterließ immer Wunden, der Kampf um die Liebe war Krampf, der Sex war strapaziös, die Ehe ein Missverständnis. Das Schönste war immer das Schlimmste." Und so geht es nahtlos weiter: "Ob es in zwanzig Jahren Rente erst ab 80 und dafür Arbeitslosigkeit ab 40 gibt, Benzinpreise teurer und Fernsehprogramme billiger werden - in ihrem Alter kann man sich nur noch nützlich machen, indem man das geforderte 'sozialverträgliche Frühableben' unterstützt." Aber die Senioren spüren auch ihre Kraft: "Wir sind 20 Millionen!" Mal skurril komisch, mal leise melancholisch blicken in diesem mit Kritiker- und Zuschauerelogen bedachten Kabarettprogramm, das Wolfgang Schaller in Zusammenarbeit mit Peter Ensikat schrieb, Brigitte Heinrich, Michael Rümmler und Detlef Nier, begleitet von der Jens-Wagner-Band und weisen´auf aktuelle Probleme der Gesellschaft. Regie führte übrigens Matthias Nagatis, der am Theater Plauen-Zwickau jüngst das Kammerspiel "Der letzte Vorhang" mit Ute Menzel und Michael Schramm inszenierte.