Drei Strecken stehen zur Auswahl

Gedenken Teilnehmer bilden Davidstern

Crimmitschau. 

Am morgigen Sonntag findet in Crimmitschau und Umgebung der "Marsch des Lebens" statt. Damit soll den Menschen, die auf dem Weg in die Konzentrationslager in der Nazi-Zeit durch die Stadt getrieben worden sind, gedacht werden. "Wir rechnen mit mindestens 30 Teilnehmern auf jeder Strecke", sagt Pfarrerin Perdita Suarez, die in den vergangenen Tagen auch in den Bildungseinrichtung der Region noch einmal auf die Aktion aufmerksam gemacht hat. Suarez kümmert sich gemeinsam mit dem Verein "Beth Shalom" und der St. Johannis-Kirchgemeinde um die Vorbereitung.

Die Teilnehmer am "Marsch des Lebens" treffen sich am morgigen Sonntag zwischen 11 und 12 Uhr an der St. Johanniskirche an der Hainstraße. Sie sollen dann mit Kleinbussen zu den Ausgangspunkten vor den Toren der Stadt gefahren werden. Der Start erfolgt in Dänkritz, Mannichswalde und Gosel. Die Routen führen ins Stadtzentrum. Dort hat die St. Johanniskirche als Ort der Stille und des Gebets geöffnet. Gegen 15 Uhr soll auf dem Markt ein "lebendiger" Davidstern gebildet werden. Oberbürgermeister Holm Günther hat seine Teilnahme an der Aktion angekündigt. Ein Ziel der Organisatoren: Der "Marsch des Lebens" soll das Schweigen zu den Geschehnissen in Crimmitschau brechen und eine Chance zur Aufarbeitung der Geschichte geben.