Ebersbrunn feiert sein 900-Jähriges

Historie 750 Meter brachten Ebersbrunn die Pleißenquelle

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Ebersbrunn und die Pleißenquelle gehören zusammen wie ein Paar Schuhe. Im kommenden Jahr feiert der Ort sein 900-jähriges Bestehen. Foto: Andreas Wohland

Ebersbrunn. Nicht nur Zwickau feiert im kommenden Jahr die 900. Wiederkehr der Ersterwähnung. Auch in Ebersbrunn steht dieses Ortsjubiläum an. Das Ganze wird zwar nicht mit so viel Aufwand gefeiert, wie in der benachbarten Stadt, dafür aber dürfte es deutlich familiärer zugehen.

Streit um Pleißenquelle

Die Festsause soll am Pfingstwochenende über die Bühne gehen und den Besuchern eine Vielzahl Veranstaltungen bieten. Unter anderem sind zwei Tanzabende, Auftritte bekannter Comedy-Künstler sowie Darbietungen von Laienspielgruppen aus der Gemeinde geplant.

Absoluter Höhepunkt dürfte der große Festumzug am Pfingstsonntag werden, in dem sich die Geschichte des Dorfes widerspiegeln soll. Dass in diesem Zusammenhang auch die Pleißenquelle eine Rolle spielt, versteht sich von selbst. Schließlich legte Dietrich I., Bischof von Naumburg, am 1. Mai 1118 im Stiftungsbrief des Zwickauer Domes den Alboldsbrunnen - der heutige Drei-Linden-Brunnen, der als Pleißenquelle gilt - als westlichen Grenzpunkt des Marienkirchengaues fest.

Trotzdem gab es um die Quelle der Pleiße immer wieder Streit. Denn neben dem Ebersbrunner kamen - je nach lokalpatriotischer Sichtweise - auch der Neumarker und der Schönfelser Bach als Quell-Anwärter in Betracht.

Erst am 3. Mai 1915 erließ das sächsische Innenministerium eine Verordnung, wonach die Pleiße am Drei-Linden-Brunnen in Ebersbrunn entspringt. Einer der Gründe: Der Ebersbrunner Bach erwies sich um 750 Meter länger, als sein "Hauptkonkurrent" aus Neumark.