Ehrenamtler wollen mehr Unterstützung

Verein Betrieb in Hohenstein-Ernstthal wird mit Enthusiasmus aufrecht erhalten

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Jutta Meiner im Beratungszentrum. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Im Beratungszentrum für Soziales "Halt" an der Oststraße in Hohenstein-Ernstthal ist schon seit einiger Zeit nur noch von Montag bis Mittwoch geöffnet. Doch der Beratungsbedarf, vor allem bei Fragen zur Miete oder bei Bescheiden rund um Hartz 4 bleibt groß. Nur durch den ehrenamtlichen Einsatz von Jutta Meiner, Harald Koch, Ines Schlösser und anderen Helfern kann der Betrieb überhaupt abgesichert werden.

Initiativen brauchen mehr Geld

"Der Staat verlässt sich ja in vielen Bereichen auf das Ehrenamt", kritisiert Jutta Meiner. Der Verein, der hinter dem Beratungszentrum steht, aber auch viele andere Sozialvereine, klagen regelmäßig darüber, dass finanzielle Unterstützung fehlt. Gerade bei der Agentur für Arbeit sei Medienberichten zufolge derzeit ja reichlich Geld da, doch das fließt aus Sicht der Aktiven im "Halt" eben nicht zu den Vereinen, die wichtige Aufgaben wahrnehmen.

"Der zweite Arbeitsmarkt müsste wieder mehr gefördert werden", sagt Harald Koch. Denn es sei ja realistisch betrachtet nun einmal so, dass es viele ältere Arbeitslose nicht wieder auf den ersten Arbeitsmarkt schaffen und viele so manche teurere Bildungsmaßnahme für die Betroffenen kaum etwas bringt und vor allem den Bildungsträgern nützt. Trotz der schwierigen Situation wollen die Ehrenamtler weitermachen.

Verein hat viele Angebote

Das Beratungszentrum ist auch in Limbach-Oberfrohna und Lichtenstein aktiv. Der vereinseigene Kräutergarten in Meerane soll sogar noch wachsen, weil hier zusätzliche Flächen zur Verfügung stehen. In Hohenstein-Ernstthal gibt es neben dem Beratungsangebot auch verschiedene Handarbeitsangebote, einen Fotozirkel und regelmäßige Vorträge. Insgesamt gehören rund 100 Mitglieder zum Verein.