Ein Bäumchen für die örtliche Identität

Projekt Niederfrohnaer erinnern an die Ersterwähnung des Ortes

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Die Baumpflanzung wird jedes Jahr gut angenommen. Foto: Heimatverein

Niederfrohna. Mit der Tradition der jährlichen Baumpflanzung zum Jahrestag der Ersterwähnung des Ortes will der Heimatverein seinen Anteil an der Erhaltung und Weiterentwicklung einer stabilen Dorfgemeinschaft leisten. Mit der Einbeziehung der Kinder aus der Kita nehmen auch immer mehr Eltern und Großeltern am Fest teil.

Am vergangenen Samstag war es wieder soweit

Anlässlich des 781. Jahrestages wurde am Hang des Festplatzes ein neues Bäumchen gesetzt, das Vertreter der kleinen "Pfiffikusse" eigens angekarrt hatten. "Solche Tage sind eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch und für nette Gespräche", betonte Gabriele Liebert.

Die Vereinsvorsitzende weiß noch gut, wie alles begann: "Unsere Vereinsmitglieder haben den ersten Baum zum 760. Jahrestag der Ersterwähnung gepflanzt. Inzwischen sind es über 200 Bäume geworden, die unseren Ort begrünen."

Nicht nur zum Gedenken

Zunächst war es eine "botanische Lückenbebauung", wie es anlässlich des zehn-jährigen Jubiläums der Baumpflanzung 2006 formuliert wurde. Mittlerweile hat sich der Charakter der Baumsetzung erweitert. Nicht nur Gedenken, sondern Identitätsstiftung für die in der Gemeinde heranwachsenden Kinder und Jugendlichen soll mit dieser Aktion erreicht werden.

Deshalb wurde die Baumpflanzung in die Hände der jeweils ältesten Gruppe der Kindertagesstätte gelegt, die auch mit Liedern und kleinen Gedichten zum Thema Bäume und Natur das Ereignis kulturell umrahmen.

Da ein junger Baum gegossen werden muss, rückten die "Löschkäfer" der Freiwilligen Feuerwehr an. Für die notwendige Stimmung sorgte der Posaunenchor der Kirchgemeinde.