Ein Bildermacher sagt Nicht-Sagbares

Kunst Reinsdorfer stellt Arbeiten in seiner alten Heimat aus

Reinsdorf. 

Reinsdorf. Vor Andreas Werner aus Reinsdorf liegen spannende Wochen. Ab Sonntag zeigt er im Museum seiner Geburtsstadt Zeulenroda eine Auswahl von 60 Bildern, die er in den zurückliegenden Jahren geschaffen hat. Die Bezeichnung Künstler mag der 60-Jährige in Bezug auf seine Person nicht. Er sieht sich selbst als Bildermacher.

"Für das Reden haben wir den Mund."

Und noch eine Sache unterscheidet ihn von viele Kunstschaffenden, die sich in ihrer Freizeit der Malerei verschrieben haben: Er hält die Frage, was ein Maler mit seinem Bild sagen will, für falsch und viel zu plakativ. "Ich bin wirklich kein Freund von irgendwelchem Hineininterpretieren. Für das Reden haben wir den Mund. Hingegen ist das Malen immer das Übersetzen des Gesehenen in die malerische Sprache. Die bildende Kunst bietet hierbei auch viel Raum für Nicht-Sagbares."

Die Ausstellung von Andreas Werner zeigt zwar auch Werke mit einem direkten Bezug zu Zeulenroda, geht insgesamt aber weit über das Regionale hinaus. Er hofft, dass dadurch vielleicht auch der eine oder andere Westsachse den Weg über die Landesgrenze findet, um einen Blick auf die Exponate der Schau zu werfen. Der Malstil des Reinsdorfers ist angenehm schnörkellos und klar definiert. Humor und bissige Satire finden sich in seinen Bildern ebenso wieder, wie romantische und stimmungsvolle Momentaufnahmen von Landschaften. Andreas Werner lebt seit 1962 in Reinsdorf, hat die Kontakte in seine Geburtsstadt aber nie gänzlich abreißen lassen.