Ein Ei aus 4.000 Teilen - und mit Geheimnis

Kreatives Zwei Jahre dauerte die Herstellung

Lichtenstein. 

Lichtenstein. Dieses Ei hat es wirklich in sich. Holzkünstler Danny Reinhold hat sein neuestes Werk vorgestellt, und es passt gut zum nahenden Osterfest. Doch das hatte er beim kreativen Schaffensprozess nicht im Kopf, sondern eher die Herausforderungen der zeitintensiven Arbeit. "Die Stunden habe ich nicht aufgeschrieben", sagt der 45-jährige Lichtensteiner. Insgesamt zwei Jahre war der mit dem Ei beschäftigt, das nun unverkäuflich sei.

Es besteht aus mehr als 4.000 Einzelteilen, die mit Können und Geduld zu einem insgesamt 51 Zentimeter hohen Ei wurden, das sich an berühmten Vorbildern orientiert. "Nr. 51 - Hommage an Carl Fabergé", nennt Danny Reinhold sein Werk und nimmt damit Bezug auf die legendären 50 Fabergé-Eier, die zwischen 1886 und 1917 für den russischen Zarenhof gefertigt wurden und heute zu den begehrtesten Sammlerobjekten der Welt zählen.

Allein der Blumenkorb besteht aus 1.100 Teilen

Vor einiger Zeit wurde ein zunächst unerkanntes Fabergé-Ei, das ein Trödelhändler auf einem Markt in den USA für umgerechnet rund 10.000 Euro gekauft hatte, weil er nur vom Materialwert ausging, auf einen Wert von 24 Millionen Euro geschätzt. Danny Reinholds Ei lässt sich öffnen und offenbart dann nicht nur ein Geheimfach. In einem Zylinder befindet sich auch ein kleiner Blumenkorb mit 76 Blüten, der allein aus rund 1.100 Teilen besteht. "Dafür habe ich Hobelspäne genutzt", erzählt Reinhold, der 15 verschiedene Holzarten verwendet. Dadurch sind die Blüten ohne zusätzliche Bearbeitung unterschiedlich gefärbt.

Die besondere Oberfläche des Eies resultiert unter anderem aus Verwendung von besonderem Ahorn-Masernknollenholz, dessen Bearbeitung sehr aufwendig war. Das Riesenei ist jetzt im Daetz-Centrum an der Schlossallee in Lichtenstein zu sehen. Hier läuft auch noch bis zum 7. April die Sonderausstellung "Schwingungen" mit Werken von Künstlern, die mit Holz, Papier und anderen Materialien arbeiten. Geöffnet ist von Freitag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr. Seine ungewöhnlichen anderen Arbeiten präsentiert der Lichtensteiner hier.