Ein Job wie für Familie Illgen gemacht

Menschen Familienbetrieb blickt auf 150 Jahre Arbeit zurück

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Klaus Illgen betreibt in der fünften Generation den Schaustellerbetrieb Illgen. Foto: Steffi Hofmann

Es hätte alles auch ganz anders kommen können. Klaus Illgen, der Chef des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes, der noch bis zum 16. Juli beim Limbacher Stadtparkfest präsent war, hätte heute ein bekannter Formgestalter sein können

"Ich wollte nach dem Abitur an der Burg Giebichenstein studieren. Immatrikuliert war ich bereits", erzählt der 69-Jährige. Doch durch eine Krankheit seines Vaters musste er kurzerhand dessen Rummelbetrieb übernehmen - und ist geblieben.

150 Jahre Familienbetrieb

Seit etwa 150 Jahren ist die Familie Illgen im Schausteller-Gewerbe tätig. Alles begann, als Johann Illgen, geboren 1831 in Uhlsdorf, sein Geschäft für Schaustellerbedarf eröffnete. Sein Sohn Friedrich führte den Laden später weiter und weckte somit auch die Begeisterung für das Schaustellerhandwerk bei dem 1885 geborenen Richard Illgen.

Unter dem hielt das seinerzeit für Aufsehen sorgende zweistöckige Festzelt Einzug in den Bestand der Familie und entwickelte sich schon bald zum Besuchermagnet auf diversen Volksfesten. In den folgenden Jahren führte Harry Illgen, 1912 geboren, den Familienbetrieb auf vielen Volksfeste in der Region.

In ihrem Besitz: Die älteste Rummel-Bahn Deutschlands

Auch damals schon fester Bestandteil im Repertoire: Illgens Kindereisenbahn. Sie wurde Anfang der 1920er Jahre gebaut und zählt laut Klaus Illgen, der den Familienbetrieb seit 1977 leitet, heute zu den ältesten mobilen Rummel-Eisenbahnen in Deutschland.

Klaus Illgen hat das Rummelhandwerk bereits an seinen Sohn Rico weitergegeben. Mit ihm zusammen betreibt er eine OHG. "Für mich stand schon immer fest, dass ich mal in seine Fußstapfen trete", sagt der 40-jährige Rico Illgen.