Ein Mädchen und 14 Jungs

Schule Pleißaerin Leni Fröhlich besucht eine besondere Klasse

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Leni Fröhlich ist neun Jahre alt und besuchte bis zu den Sommerferien die dritte Klasse der Pleißaer Grundschule. Die ist allerdings alles andere als gewöhnlich, denn: Leni ist das einzige Mädchen in der Klasse unter 14 Jungs. Vorbereitet auf eine jungsstarke Klasse wurde die Schülerin bereits im letzten Kindergartenjahr. "Bei der Einschulung waren es aber noch zwei Mädchen gewesen. Die Mitschülerin ist dann schließlich weggezogen, sodass Leni als einziges Mädchen übrig blieb", erzählt Mutter Mandy Fröhlich.

"Leni weiß, wie man sich durchsetzt"

 

Und wie fühlt sich das an - ganz allein unter 14 Jungs? "Gut und manchmal schlecht", sagt Leni kurz und bündig. Gut findet sie, dass es "keine Zicken" in ihrer Klasse gibt und damit verbundene Streitereien. "Schlecht ist nur, dass ich mich manchmal ein bisschen als Außenseiter fühle", so die Neunjährige. Eine beste Freundin habe sie nicht, dafür einen besten Freund. Es gebe aber ein Mädchen in der zweiten Klasse, mit der sie sich gut versteht. "Wir treffen uns ab und zu auf dem Schulhof und spielen zusammen", erzählt Leni. Doch wenn die Schulklingel ertönt, geht Leni wieder zu "ihren Jungs".

Die machen das Mädchen aber auch stark, was Mutter Mandy Fröhlich als positiv empfindet. "Leni weiß, wie man sich durchsetzt", sagt sie. Außerdem seien die Jungs in der Klasse meistens nett zu ihr und - was für die Mutter am wichtigsten ist - sie ignorieren ihre Tochter nicht als einziges Mädchen.