Ein Paar beweist Flexibilität

Hochzeit Phillipinischer Künstler und gebürtiger Zwickauer geben sich das "Ja-Wort"

Zwickau. 

Zwickau. Der philippinische Künstler Miguel Castro, dessen Ausstellung "Paper Cutting" ("Papierschnitte") bis zum 7. November im Hotel First Inn zu sehen ist, und der gebürtige Zwickauer Wieland Meyer, Professor für Mikrobiologie an der medizinischen Fakultät der University of Sydney, haben sich am 11. September im Zwickauer Dünnebierhaus das "Ja-Wort" gegeben. Gekommen zur Festzeremonie sind nicht nur Meyers Verwandte, sondern auch zahlreiche Freunde, darunter auch einige, die schon den Abend vor der Hochzeit bis in die späte Nacht mit dem Paar verbrachten. Aber nicht etwa beim "Poltern", sondern bei einem wunderbaren Konzert, das das Multitalent Miguel Castro im Hotel First Inn inmitten seiner Bilder gegeben hat.

"Als wir den Termin für diesen Abend ausgemacht haben, wussten wir noch nicht, dass wir am nächsten Tag heiraten werden", sagte Wieland Meyer am Dienstagabend. Denn die Genehmigung zur Hochzeit wurde erst vor Kurzem erteilt, nachdem es lange Zeit gebraucht hatte, ehe alle erforderlichen Papiere aus Miguel Castros philippinischer Heimat vorlagen. Und gleich tat sich das nächste Problem auf: Die Genehmigung zur Hochzeit gilt nicht dauerhaft. Vielmehr muss die Hochzeit innerhalb eines eng bemessenen Zeitfensters erfolgen. Die Stadt Zwickau und vor allem die Standesbeamtin Gabriele Hinze hätten es aber schnell und unproblematisch möglich gemacht, noch rechtzeitig einen Termin für diese Hochzeit zu bekommen, sagte Wieland Meyer.

Die Standesbeamtin war übrigens unten den Gästen des Abends und konnte so den Künstler Miguel Castro in seinem Element erleben: beim "Papierschneiden" und beim Singen. Bei dieser Gelegenheit enthüllte er auch eine von ihm angefertigte Künstler-Tischplatte. Am Freitag flog das Ehepaar zurück nach Australien, wo es sich vor 12 Jahren kennen und lieben lernte. Als nächstes wollen der Katholik Castro und der Methodist Meyer in Zwickau ihre kirchliche Trauung feiern - in der methodistischen Kirche. Und die Zeichen dafür stehen wohl auch endlich gut.