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Ein Sammler, der von Kaffeemühlen fasziniert ist

Ausstellung Bernd Voigt zeigt seine Stücke in der Böttcherfabrik Pobershau

Zwickau. 

Bernd Voigt ist fasziniert von Kaffeemühlen. Der Beginn seiner Leidenschaft liegt allerdings noch gar nicht so lange zurück. Damals erbte seine Frau Hella zwei Stück. Der Zwickauer erinnerte sich: "Sie standen nur rum. Ich habe sie eigentlich nur dann bewegt, wenn ich gemalert habe". Eines Tages fuhr die Familie zum Sonntagsausflug an die Talsperre Pöhl. Auf einem Trödelmarkt entdeckte er hier zwei weitere Exemplare, die ihm irgendwie gefielen. "Eine von beiden trug wohl ein Suchtvirus in sich. Ich habe danach angefangen, auf Masse zu sammeln. Alles habe ich haben wollen", erklärte Bernd Voigt weiter. Diese Sammelsucht beruhigte sich jedoch bald. Der 64-Jährige schwenkte auf Kaffeemühlen um, die ihm sehenswert erschienen. Auch Freunde und Bekannte begannen, ihm schöne Kaffeemühlen zu schenken. Mittlerweile besteht seine Sammlung aus etwa 430 Stück. Die aktuelle Ausstellung in der Böttcherfabrik Pobershau kann daher nur einen kleinen Einblick geben. Die Kaffeemühlen wurden einst für die Ewigkeit gebaut", weiß der Zwickauer. Viele haben sie früher zur Hochzeit erhalten. Von den früheren über 450 verschiedenen Herstellern weltweit sind nur noch zwei übrig geblieben. Auch in der Böttcherfabrik sind bis 1990 Kaffeemühlengehäuse hergestellt worden. Die Endproduktion erfolgte damals in Klingenthal. Zu den ersten Besuchern der Ausstellung zählte Steffen Konkol, den die meisten als den Kaffee-Kurt aus dem Schwarzwassertal kennen. Er brüht seinen Kaffee frisch auf und mahlt die Bohnen vorher von Hand in einer echten Kaffeemühle. "Da geht einem das Herz auf, wenn man das sieht", sagte er fasziniert. Zur Museumsnacht am 12. September wird er ab etwa 19 Uhr in der Böttcherfabrik sein, um frischen Kaffee auszuschenken.

Die Ausstellung ist bis zum 8. November zu sehen. Die Böttcherfabrik ist freitags bis sonntags sowie an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr geöffnet. msz/Jan Görner



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