Ein Stück Afrika in Kirchberg

Sammlung Traditionelle Masken für feierliche Anlässe

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Julie Vogel zeigt eine afrikanische Maske. Foto: Nicole Schwalbe

Kirchberg. Julie Vogel ist vor vielen Jahren aus dem Kongo nach Deutschland gekommen. Ihren Mann, der in Kirchberg geboren und aufgewachsen ist, hat sie in Afrika kennengelernt. Damit sie ein Stück ihrer Heimat immer bei sich hat, hat sie angefangen, zeremonielle Masken aus ihrem Land zu sammeln. Sie verkörpern verschiedene Charaktere. "Die Masken der Kuba, einem Volk im Kongo, sind sehr aufwendig hergestellt", verrät Julie Vogel, die selbst wunderschöne, kleine und vor allem detailgetreue Menschenfiguren aus Ebenholz schnitzt.

Masken für feierliche Anlässe

Seit dem 17. Jahrhundert verwenden die Kuba die Masken für feierliche Anlässe wie Geburt, Hochzeit und Beerdigungen. Für Jahreskreisfeste werden eher Masken aus Blumen und Blättern verwendet. Die Familien stellen die Masken aus Bronze, Kupfer, Glasperlen, Ziegenhaaren und Holz sowie gewebten Stoffen her. "Afrika ist nicht nur arm, wie viele denken, es gibt dort auch Kultur und Talent", sagt Vogel schmunzelnd. Ihre Maskensammlung ist so groß, dass sie einen ganzen Saal im Rathaus damit ausstellen konnte, neben ihren filigranen Schnitzereien aus Ebenholz.