Ein Vielauer in Siebenbürgen

Bauprojekt Harald Nötzold kehrt von seiner 75. Rumänien-Reise zurück

Am Sonntag tritt der Vielauer Gemeinderat Harald Nötzold die Heimreise von Rumänien nach Vielau an. Zusammen mit Freunden hat er elf Tage lang an der Fertigstellung des neuen Hauses für das Rüstzeitheim "Lutherhaus Pruden" in Siebenbürgen gearbeitet. Zum 150. Mal wird Nötzold die 1400 Kilometer lange Strecke bewältigen. Es sind weit über 200.000 Kilometer, die der verheiratete Vater von acht Kindern seit seiner ersten Reise nach Rumänien - zu Pfingsten 1996 - von der Lutherhöhe in Vielau bis nach Pruden zurückgelegt hat."Man kann schon von Liebe auf den ersten Blick zu diesem Ort sprechen. Inzwischen ist Pruden für meine Frau, mich und unsere Kinder zu einer echten zweiten Heimat geworden", sagt Nötzold, der beim ersten Mal mit einem Bekannten Hilfsgüter in ein Krankenhaus in Rumänien brachte. Damals reifte in dem Leiter der Vielauer Lutherhöhe auch der Entschluss ein Rüstzeitheim in Siebenbürgen aufzubauen. Um das Projekt zu stemmen, suchte er in Sachsen Mitstreiter, ein Freundeskreis bildete sich. Der Freundeskreis zu dem etwa 20 Leute gehören, ist ganz unbürokratisch organisiert. "Wir haben ein eigenes Konto, über das alles läuft, und das war's schon", sagt der 58-Jährige, der bis zu fünf Mal im Jahr nach Pruden fährt. 1998 begann der Freundeskreis des Rüst- und Freizeitheimes "Lutherhaus Pruden" das leer stehende Pfarrhaus zum Rüstzeitheim umzubauen, das im Sommer 1999 eingeweiht wurde. Im Juni 2006 fand die 100-Jahr-Feier der Peter-Paul-Kirche in Pruden statt, die Dank des Freundeskreises in sechs Jahren restauriert wurde. Somit haben die Sachsen das gesamte Ensemble im Dorfkern vor dem Verfall gerettet.