Ein weitestgehend positives Fazit für 2017

Neujahrsempfang Bürgermeister Czarnecki begrüßt 400 Gäste in der Stadthalle

Werdaus Oberbürgermeister Stefan Czarnecki bei seiner Neujahrsrede. Foto: Thomas Michel

Werdau. Vor allem bei seinem traditionellen Blick zurück hielt sich Werdaus Oberbürgermeister Stefan Czarnecki in seiner Rede zum Neujahrsempfang betont mit Zahlen zurück. "Die kann sich am Ende sowieso keiner merken", begründete das Stadtoberhaupt seine Sparsamkeit, die er auch beim städtischen Haushalt weiterhin befolgen müsse.

Die steigenden Personal- und Sachkosten würden die gestiegenen Steuereinnahmen und Zuweisungen förmlich auffressen. "Kommunale Investitionen sind in aller Regel nur mit Fördermitteln möglich. Selbst Unterhaltungsmaßnahmen erreichen mittlerweile Dimensionen, die nur aus unserem Haushalt kaum noch finanzierbar sind", betonte der OB.

Neues Gewerbegebiet in Planung

Dennoch konnte Stefan Czarnecki am Mittwochabend vor den rund 400 Gästen in der Stadthalle "Pleißental" weitestgehend ein positives Fazit für 2017 ziehen. In der Wirtschaft beispielsweise habe sich das Gewerbegebiet in Langenhessen in den vergangenen drei Jahren ausgezeichnet entwickelt. Die Arbeitslosenquote sei unter sechs Prozent gesunken. "Wir sind sicher gut beraten, wenn wir gemeinsam mit den anderen Kommunen der Region einen Branchenmix weiterentwickeln, anstatt nur auf den Automobilbau zu setzen", betonte der Oberbürgermeister, der zusammen mit der Stadt Zwickau ein gemeinsames Industriegebiet im Bereich der Mitteltrasse auf den Weg bringen will.

Herausforderung Innenstadt

Als "besondere Herausforderung" bezeichnete Stefan Czarnecki die weitere Entwicklung der Werdauer Innenstadt. "Wir kommen schrittweise damit voran, unserem Stadtzentrum ein ansprechendes Gesicht zu geben", meinte der OB und nannte den nächsten Sanierungsabschnitt der August-Bebel-Straße und den endlich erfolgten Abriss des ehemaligen Reißfaserwerkes als Beispiele. Auch in diesem Jahr sollen einige der noch vorhandenen Ruinen aus dem Stadtbild verschwinden.