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Ein Zeichen für die Landwirtschaft

Beschluss Limbacher Räte entscheiden über Glyphosat-Verzicht

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. Die Stadt Limbach-Oberfrohna verzichtet spätestens ab dem 1. Januar 2019 bei allen Flächen unter ihrer eigenen Bewirtschaftung auf den Einsatz von Herbiziden mit dem Wirkstoff Glyphosat. Diesem Antrag der Fraktion Die Linke/Grüne haben die Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung zugestimmt. "Unter Federführung des Bauhofes erarbeitet die Stadt ein Substitutionskonzept für glyphosathaltige Herbizide. Dabei kann die Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen gesucht werden oder auf Erfahrungen der Stadt Chemnitz zurückgegriffen werden, die hier eine Vorreiterrolle spielt", heißt es in der Vorlage.

Glyphosat soll komplett wegfallen

Die Stadtverwaltung soll außerdem in Kooperation mit den Aufsichtsgremien von Unternehmen mit städtischer Beteiligung darauf hinweisen, dass auch auf deren Flächen baldmöglichst auf den Einsatz glyphosathaltiger Herbizide verzichtet wird. Private Unternehmen, die Aufträge von der Stadt Limbach-Oberfrohna zur Pflege von Grün-, Sport- und Verkehrsanlagen erhalten, sollen entsprechend auf einen Glyphosatverzicht vertraglich verpflichtet werden.

Glyphosat ist das am häufigsten verwendete Pflanzengift in Deutschland. Laut BUND wird es auf 40 Prozent der Ackerflächen eingesetzt. Mehrere aktuelle Studien weisen allerdings auf die gesundheitsgefährdende Wirkung von Glyphosat hin. Es ist laut Krebsforschungsagentur der WHO "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" und zerstört zudem die biologische Vielfalt - nicht nur unerwünschte Wildkräuter werden damit beseitigt, sondern auch Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlinge und Fledermäuse. Dabei geht es laut BUND auch ohne Glyphosat: "Es ist für einen nachhaltigen, ordnungsgemäßen Ackerbau nicht notwendig, sondern lediglich ein Mittel zur weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft."



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