Einblick in die Arbeit der Weidmänner

Präsentation Traditionelles Fest der Jäger aus der Zwickauer Region an der "Dänkritzer Schmiede"

Stella (links) und Lena haben die Tierpräparate in der rollenden Waldschule von Bernd Pester gefallen. Fotos: Thomas Michel

Dänkritz. Für Dirk Thomas, Chef des Jagdverbandes der Region Zwickau, spielt die Darstellung der Aktivitäten seiner Mitstreiter in der Öffentlichkeit eine besondere Rolle. "Auch wenn wir in unserem Umfeld von der großen Mehrzahl der Leute akzeptiert werden, nutzen wir unsere traditionellen Jägerfeste zur Vorstellung unserer Arbeit", betonte der Jäger am Samstagnachmittag auf dem Areal an der "Dänkritzer Schmiede". Dort ging das diesjährige Jägerfest über die Bühne, wobei die Weidmänner besuchertechnisch sicherlich auch vom schönen Wetter profitierten.

"Rollende Waldschule"

Dirk Thomas und seine Jägerkollegen hatten ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. So hatte beispielsweise Bernd Pester an der "Rollenden Waldschule" am Eingang des Geländes alle Hände voll zu tun. Schließlich war der Wagen mit zahllosen ausgestopften Tieren aus dem Wald und jeder Menge Informationsmaterial der erste Anlaufpunkt für die Besucher des Jägerfestes.

Trophäen lockten

Neben der Waldschule waren auch die beiden reich gefüllten Tische der Pilzberater und die Trophäensammlung von Danny Schlesinger und André Riedel wahre Besuchermagneten. Ein kurzes Konzert der Jagdhornbläser der Region und die Präsentation der verschiedenen Rassen der eingesetzten Jagdhunde durch deren Besitzer rundeten das Ganze ab.

Waschbären bereiten Probleme

Bei den Gesprächen der Jäger mit interessierten Besuchern am Rande des Festes ging es allerdings um ernstere Themen. "Unser größtes Problem ist zweifelsohne die zunehmende Population an Waschbären, wie sie vor allem in den alten Baumbeständen an der Mulde zu verzeichnen ist", betonte Dirk Thomas und wollte dabei auch andere Raubtierrassen wie Fuchs oder Dachs sowie das Schwarzwild nicht unerwähnt lassen. Gerade das Schwarzwild sei für die Mehrzahl der so genannten Wildunfälle "verantwortlich".