• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen

Einblicke in den Alltag

Filmprojekt MS-Patienten als Filmemacher und Protagonisten

Zwickau. 

"Es hätte auch was Schlimmeres sein können": erinnert sich Dietmar Hässelbarth an den Moment als er nach einer langen und ungewissen Zeit von seiner Multiple Sklerose (MS) Diagnose erfuhr. Nicht jeder nimmt das sicher so locker hin, denn die Diagnose bedeutet einen gravierenden Einschnitt im Leben. Die Erfahrungen mit MS sind unterschiedlich, genauso wie die Krankheitsverläufe. Und genau darüber wollten die Mitglieder der Selbsthilfegruppe "MS-Juniors" in ihren Filmen erzählen. Manuela, Dietmar und Diana zeigen an ihren persönlichen Geschichten, wie die MS ihr Leben beeinflusst, wie tückisch die Krankheit manchmal sein kann und wie sie und ihr Umfeld mit MS umgehen. Dabei gestatten die Betroffenen einen besonderen Einblick in ihren Alltag, denn sie waren Protagonisten und gleichzeitig Filmemacher. Die Idee für die Filme entstand während der regelmäßigen Treffen in der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe - "KISS" - Zwickau. Über ein halbes Jahr dauerte die Produktion der drei kurzen Filme. Die Arbeit an der Kamera und am Schnittplatz konnten die Projektteilnehmer an einigen Tagen selbst übernehmen. An anderen Tagen machte die Multiple Sklerose ihnen einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem blieben die "MS Juniors" dran, denn zum 10-jährigen Bestehen der Selbsthilfegruppe wollten sie die Filme unbedingt der Öffentlichkeit präsentieren. Im Monat Juli war es endlich soweit: Beim 15. Begegnungstreffen der MS-Betroffenen in Zwickau bildete die Präsentation der Filme einen emotionalen Abschluss. Nun hoffen die "MS Juniors", dass die Filme MS-Betroffenen und ihren Angehörigen Hoffnung spendet, gemäß Dietmars Kredo "Die Krankheit hat mein Leben verändert, aber nicht mich". Die Filme können unter www.saek.de/unsere-ms-und-ich angesehen werden. msz/mak



Prospekte