Eindeutige Anzeichen gab es nicht

Tierpark Trauer um zwei Pinguin-Damen in der Limbacher Anlage

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Die Pinguingruppe hat sich um zwei Tiere verkleinert. Foto:abu

Nachdem man im Limbach- Oberfrohnaer Tierpark erst kürzlich das altersbedingte Ableben von China-Leopard Kim zu beklagen hatte, gibt es nun erneuten Grund für Kummer: Von den fünf Pinguin-Damen, die aus dem norddeutschen Jaderberg gekommen waren, sind zwei verstorben. Eine erste Obduktion hat ergeben, dass sie mit Plasmodien infiziert waren: "Bei der auch als 'Vogel-Malaria' bezeichneten Krankheit werden vor allem Leber, Milz und Lunge befallen", erläuterte Klaus Eulenberger. "Das Immunsystem der Tiere ist daraufhin stark geschwächt, eine Pilzinfektion kam hinzu." Laut dem Vorsitzenden des Tierpark-Fördervereins sind die Pinguine vermutlich schon mit dem Infekt in ihre neue Heimat gekommen. Das eine Weibchen hatte schlecht gefressen, andere Anzeichen waren nicht aufgefallen. In Jaderberg sei ebenfalls ein Pinguin an den heimtückischen Parasiten gestorben. Ob noch weitere Tiere die Krankheit in sich tragen, kann aktuell niemand einschätzen. Mittelfristig soll der Bestand an Weibchen ergänzt werden, eine Entscheidung dazu fällt erst im Frühjahr: "Jaderberg hatte uns die Tiere geschenkt und würde uns auch neue zur Verfügung stellen", so Eulenberger. Der langjährige Cheftierarzt des Leipziger Zoos betonte, dass der Tod der Pinguine nichts mit der aktuell grassierenden Vogelgrippe zu tun hat. "Auch wenn wir Vorsichtsmaßnahmen überdenken, ist mir bislang kein Fall aus der Vergangenheit bekannt, bei dem ein Pinguin an der genannten Krankheit erkrankt oder verstorben wäre."