Eine besondere Beziehung zur Kapelle

Friedhof-Besuch Der Gesangsverein stellte im Jahr 1888 das Kruzifix zur Verfügung

Der Friedhof in Leubnitz hat eine knapp 150-jährige Geschichte. Er wurde 1865 angelegt. Damals entstand auch der Friedhof auf dem Gelände des heutigen Richard-Wagner-Parkes. Der Grund: Zu dieser Zeit erkrankten und starben in Werdau und Umgebung viele Menschen an der Cholera. Dadurch reichte die Kapazität des alten Friedhofes in Werdau nicht mehr aus.

Im Jahr 1888 entstanden die Friedhofskapelle und die Leichenhalle in Leubnitz. Der Rittergutsbesitzer Carl Friedrich Ebert stellte eine erhebliche Finanzspritze für den Bau zur Verfügung. Der Gastwirt Paulus Rahm von "Heils Gasthof" stiftete das Altarfenster. Zudem stellten der Kirchenvorstand die Altarleuchter, Frauen die Altardecke und der Gesangsverein "Arion" das Kruzifix zur Verfügung. Später bekam die Kapelle eine Empore und ein eigenes Geläut, wofür im oberen Teil des Friedhofes ein Glockenturm errichtet wurde. Die drei in Glasmalerei ausgeführten Fenster zeigen die Kreuzigung, die Grablegung und die Auferstehung Christi. Die Orgel wurde am 28.10.1973 eingeweiht. In den vergangenen sieben Jahren erfolgte die Restaurierung des Komplexes. Die Handwerkerleistungen, die an der Kapelle durchgeführt wurden, haben einen Wert von rund 65.000 Euro. Einen Großteil der Summe haben die rund 650 Glieder der Kirchgemeinde des Ortsteils aufgebracht. Sie verfügen über eine enge Verbindung zur Kapelle, weil es in Leubnitz keine eigene Kirche gibt. Momentan gilt das Hauptaugenmerk auf die Sanierung der beschädigten Friedhofsmauer. "Die Fundamentarbeiten sind beendet. Derzeit laufen die Maurerarbeiten", informiert Rathaussprecher André Kleber. hof