Eine etwas ungewöhnliche Hochzeit

Feier Mittelalter-Schauspiel amüsiert das Publikum

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Dem Brautpaar wurde bei der Ehestiftung durch einen "Bischof" und dessen Diakon Handfesseln angelegt. Foto: Nicole Schwalbe

Zwickau. Ein jeder, der sich am Wochenende des 7. Oktober in die Mauritius Schloss Schenke in Schloss Osterstein begab, wurde Zeuge verschiedener schauspielerischer Glanzleistungen, bei denen das Mittelalter gehörig auf die Schippe genommen wurde.

Eine Hochzeit stand ins Haus

Im Mittelpunkt stellten die Darsteller dabei eine Hochzeit. In der Tat fand bei dieser Gelegenheit tatsächlich eine "Jungfernprüfung" statt, vorgenommen von einem "Bischof", so wie es sie früher tatsächlich gegeben haben soll.

Zuvor hatte der "Bischof", mit bürgerlichem Namen Marco Roitzsch, die Braut getauft, wobei alle anwesenden Gäste dem bemitleidenswerten Täufling eimerweise Wasser über den Körper gegossen hatten.

Auf die Schippe genommen

"Zur Unterhaltung des Publikums wird auch mal die katholische Kirche verhunzt", sagt Marco Roitzsch, der seit 25 Jahren von den Kelten bis zum späten Mittelalter einiges an schauspielerischem Repertoire mitbringt.

Auch die Vermählung selbst, musikalisch und textlich urkomisch begleitet von der Mittelalterband "Rabenzauber", war etwas für die Lachmuskeln. Das Brautpaar selbst wusste nach eigenem Bekunden nichts von den vielen kleinen Gemeinheiten, die auf das Paar erwarteten.

Dazu gehört auch, dass sie mit mittelalterlichen Handfesseln aneinander geschraubt wurden. Und so 24 Stunden verharren sollten. "Zu unserem einjährigen Bestehen wollten wir unseren Gästen mit diesem außergewöhnlichen Schauspiel Danke sagen", so die Hofherrin Diana Lindner.