"Eine Insel ist schwierig zu pflegen"

Natur Insel im Stadtpark zeigt sich nach Rückschnitt ungewohnt

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Die Stadtparkinsel stellt sich seit letzter Woche fast komplett kahl dar. Foto:abu

Limbach-Oberfrohna. Für manchen Stadtparkbesucher war es der Aufreger der letzten Woche: Die kleine Insel im großen Stadtparkteich unweit der Freilichtbühne präsentierte sich auf einmal ziemlich kahl. Vor allem Tierfreunde machten sich Gedanken, was dies im Frühjahr für die Schwanenfamilie bedeutet, die man vor Ort meist beobachten konnte. "Der Rückschnitt der Insel war aus fachlicher Sicht nötig und bereits seit mehreren Jahren geplant", informierte Katrin Kretzschmar. "Bis auf den einen Baum, eine Trauerweide, welche durch den ehemaligen Stadtgärtner gepflanzt wurde, war alles andere Wildwuchs." Laut der Stadtgärtnerin werden die wild aufgegangenen Pappeln, Weiden und der Hartriegel schnell wieder austreiben. "In einer gewissen Anzahl von Jahren werden wir die Insel wieder freischneiden müssen", so Kretzschmar weiter. "Hierbei handelt es sich um eine Insel inmitten eines Teiches und nicht um einen Wald. Selbst im Wald lässt man nicht so viele Bäume direkt nebeneinander groß werden, da sie dadurch instabil werden." Da man bei den Arbeiten auf das Wetter und den Teichpächter angewiesen ist - Frost und einen abgelassenen Teich sind vonnöten - war es in den letzten drei Jahren nicht gelungen, auf die Insel zu gelangen. Dies verdeutlicht laut der Stadtgärtnerin, wie schwierig eine Pflege der Insel ist. Aus diesem Grund stellt sich ihrer Meinung nach die Frage, ob man den Rückschnitt auf mehrere Jahre verteilen sollte, nicht.