Einsatzreiches Jahr für Langenhessener Feuerwehr

Bilanz Kameraden blicken auf 2017 zurück

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Bei diesem schweren Verkehrsunfall war nicht nur die Langenhessener Feuerwehr im Einsatz. Foto: Thomas Michel

Langenhessen. Dass die freiwilligen Feuerwehren weitaus mehr machen, als einfach "nur" Feuer löschen, dürfte längst kein Geheimnis mehr sein. Ebenso, dass die Kameraden bei dem einen oder anderen Einsatz bis an ihre Belastungsgrenzen und zum Teil darüber hinaus gehen. "Wir haben im letzten Jahr unsere mentale Belastungsgrenze völlig neu ausloten müssen, einige Einsätze machten das notwendig", sagte Hendrik Meyer, Chef der Feuerwehr aus Langenhessen, auf deren Jahreshauptversammlung. Besagte Einsätze waren schwere Verkehrsunfälle.

Den ersten gab es Anfang März, als ein Mann aus Thüringen mit seinem Auto gegen einen Betonpfeiler der Straßenbrücke in der Seelingstädter Straße prallte. Kurze Zeit später krachten auf der Crimmitschauer Straße am Abzweig nach Langenbernsdorf zwei Pkw zusammen, deren Fahrer eingeklemmt waren. "Hier konnten wir die Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Werdau und den Kräften des Rettungsdienstes in der Praxis anwenden", sagte der 37-Jährige. Für ihn war der Unfall im Oktober auf der Westtrasse mit vier Fahrzeugen und sechs Verletzten der "traurige Höhepunkt des Jahres".

2017 war ein einsatzreiches Jahr

"An diesem Abend wurden wir lediglich zu einem Verkehrsunfall mit auslaufenden Betriebsmitteln alarmiert, sodass wir uns mental auf einen 'einfachen' Einsatz vorbereitet hatten", erinnerte sich der Ortswehrleiter.

Insgesamt standen bei den Langenhessener Kameraden im letzten Jahr 44 Alarmierungen im Einsatzbuch. Die setzten sich aus acht Bränden, 22 technischen Hilfeleistungen und 14 Fehlalarmen zusammen. "Für uns waren das 423 Einsatzstunden und damit 2017 ein einsatzreiches Jahr war", betonte Hendrik Meyer. Dazu kamen mehr als 1.800 Ausbildungsstunden.