Eispiraten in der Krise: Keine Punkte, keine Zuschauer

Bilanz Gesellschafter müssen finanzielles Defizit ausgleichen

eispiraten-in-der-krise-keine-punkte-keine-zuschauer
Eispiraten-Geschäftsführer Jörg Buschmann. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Der Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau macht schwere Zeiten durch. Nach der sportlichen Talfahrt schwindet das Interesse der Fans. In der Etatplanung haben die Verantwortlichen mit 1850 zahlenden Besuchern pro Heimspiel gerechnet.

Zuletzt kamen deutlich weniger Leute in das Kunsteisstadion im Sahnpark: 1325 Fans verfolgten das Heimspiel am Freitagabend gegen Kassel. 926 Zuschauer sahen den Sieg gegen Freiburg. Zum Spiel gegen Kaufbeuren wurden 1097 Tickets verkauft. Damit fehlten - in den genannten Spielen - jeweils zwischen 7500 und 15.000 Euro an geplanten Einnahmen in der Kasse des Zweitliga-Schlusslichts.

"Wir haben momentan einige Engpässe, können uns aber auf die Unterstützung der Gesellschafter verlassen", sagt Geschäftsführer Jörg Buschmann mit Blick auf die Hilfe der Gesellschafter Ronny Bauer und Jens Tützer. Sie würden das finanzielle Defizit aufgrund des Einbruchs bei den Zuschauerzahlen mit einem Griff in die Privatschatulle ausgleichen. Damit sei die Liquidität gewährleistet.

Parallel dazu gibt es Gespräche zur Erweiterung der Gesellschafterstruktur. Damit soll frisches Geld in die Kasse gespült werden. "Wir reden schon lange über das Thema. Momentan laufen erneut Verhandlungen", sagt Jörg Buschmann, der seit zwei Jahren für die Eispiraten die Verantwortung trägt und momentan die schwierigste Phase seiner Amtszeit durchmacht.