Eispiraten-Powerplay läuft nicht rund

Eishockey Crimmitschau fehlt die Gefahr und die Power von der blauen Linie

Crimmitschau. 

Im Sahnpark ist Trainer Fabian Dahlem (47) gefordert: Der Ex-Keeper muss für sein Team endlich ein funktionierendes und effektives Powerplay-System entwickeln. Ansonsten sind die Play-off-Ränge für die Piraten bald nur noch mit dem Fernglas zu sehen.

Ein Blick in die Statistik beweist, dass die Eispiraten Crimmitschau momentan eine "Groß-Baustelle" im Powerplay haben. Sie durften in dieser Serie bereits 85-mal in Überzahl antreten. Dabei gelangen den Westsachsen nur neun Treffer. Das bedeutet eine Quote von 10,6 Prozent. Zum Vergleich: Die sächsischen Kontrahenten aus Dresden und aus Weißwasser kommen jeweils auf eine Erfolgsquote von rund 15 Prozent - sie entwickeln im Powerplay also deutlich mehr Durchschlagskraft.

Das Hauptproblem: Die Westsachsen kommen in Überzahl zu selten in gefährliche Schusspositionen. Von den Leuten, die im Powerplay an der blauen Linie stehen, geht zu wenig Gefahr aus. Dort setzt Dahlem unter anderem auf André Schietzold, Darcy Campbell und Patrik Vogl. Das Trio ist im Powerplay aber in dieser Saison noch torlos. Im Heimspiel gegen Schwenningen leistete sich Campbell in Überzahl zudem einen gravierenden Fehler, den die Gäste aus dem Schwarzwald zum 1:1-Ausgleich und damit zur Wende in der Partie nutzen konnten. Auch der Einsatz von Chris Stewart als Überzahl-Verteidiger hat zuletzt nicht den erhofften Erfolg gebracht. In den Übungseinheiten muss an den nächsten Tagen noch einmal der Schwerpunkt auf das Powerplay gelegt werden. Die Westsachsen sind in diesen Situationen nämlich auch anfällig für Gegentreffer. Die Gegner versenkten die Scheibe trotz Unterzahl schon sechsmal im Piraten-Kasten.