Elvis war gut - nun kommt Branduardi

Interview mit Zwickaus Stadthallenchef Jürgen Flemming

Mit der Jahreswende wird allerorten ein Fazit der vergangenen zwölf Monate gezogen und ein Ausblick auf das anstehende Jahr gewagt. Das gilt auch für die Kultour Z, die 2015 ihr "kleines Jubiläumsjahr" (wurde 15) hinter sich gebracht hat. Immer volle Häuser, einen stets ausgelasteten Terminkalender mit den drei Spielorten Stadthalle, Neue Welt und Freilichtbühne, das ist nicht einfach. Geschäftsführer Jürgen Flemming zog dieser Tage Resümee und gab einen Blick voraus auf das Spieljahr 2016.

Konnten im zurückliegenden Jahr die Zuschauerwünsche erfüllt werden?

Das kann wohl niemand sagen, weil einige angesagte Künstler mehr und mehr zu Auftritten in größeren Städten und Spielstätten tendieren. Aber allein in der Stadthalle konnten wir über 125 000 Zuschauer zählen, was wiederum für ein gutes wie ausgewogenes und gern angenommenes Angebot spricht.

Was waren aus eigener Sicht die Höhepunkte?

Für mich wegen der Authentizität das Elvis-Musical. Aber auch das Puhdys-Open-Air ist zu erwähnen oder die grandiose Show der Fliegenden Sachsen.

Einige junge Leute haben eine weitere Folge der Eigenproduktion "Lauter" vermisst!

Das war ein Festival im Bereich Pop mit absolutem Ausnahmecharakter in Deutschland. Allerdings hatte es bei beiden Auflagen zu wenig Zuspruch.

Warum gab und gibt es mit dem ZEV-Masters nur eine Sportveranstaltung?

2015 gab es drei Anfragen für internationale Boxkämpfe. Aber diese waren stets so kurzfristig, dass der Veranstaltungskalender bereits belegt war. Es zeigt aber auch, dass wir für derartige Highlights noch im Rennen sind.

Womit ist die Neue Welt 2016 im Rennen?

Da sind mit Manfred Krug & Uschi Brüning, Gleis 8, Gregor Meyle, Heinz-Rudolf Kunze und Angelo Branduardi echt tolle Geschichten dabei.

Welche "tollen Geschichten" sind auf der Freilichtbühne für 2016 geplant?

Mit Invisible Touch, Europas besten Phil Collins- und Genesis-Tributeband, geht es im Mai gleich in die Vollen. Auch die Open-Air-Gala "Nächte in spanischen Gärten" wird interessant sowie ein außergewöhnlicher top-act, den ich aber jetzt noch nicht verraten kann.

Die Besucher kommen aus fast ganz Deutschland in die Muldestadt?

Das Wohnzimmer (Stadthalle), um einmal Jörg Wontorra zu zitieren, hat sowohl bei den Agenturen, Künstlern wie Besuchern einen guten Ruf. Und für das Publikum in Westsachsen und dem Vogtland sind wir eine beständig feste Größe. msz/unh