Enduro: Saisonhighlight gleich zu Saisonbeginn

MOTORSPORT Westsachsen fiebern Enduro-WM-Auftakt in Dahlen entgegen

Dahlen. 

Dahlen. Üblicherweise steht die Motorsport-Saison eines jeden Jahres im März noch ganz an ihrem Anfang, doch in Sachen Enduro kommt es am kommenden Wochenende bereits zum Saisonhighlight. Nachdem der MSC Rund um Zschopau 2017 nach 13-jähriger Pause einen Neuanfang als WM-Veranstalter wagte und der MC Woltersdorf im letzten Jahr nachzog, macht der MSC Dahlen vom 22. bis 24. März den deutschen Enduro-WM-Hattrick perfekt. Während in Zschopau und in Rüdersdorf bei Berlin mit ausreichend Vorlaufzeit jeweils das WM-Finale ausgetragen wurde, kamen die Dahlener Sportfreunde in den etwas zweifelhaften Genuss, den WM-Saisonauftakt 2019 auszurichten. Zweifelhafter Genuss deshalb, weil man sich erst im Oktober 2018 mit dem WM-Promoter handelseinig wurde und die Zeit zur Vorbereitung weniger als ein halbes Jahr betrug. Dennoch wird auch der Verein in Nordsachsen die Veranstaltung stemmen und sie zum nächsten echten Enduro-Fest auf deutschem Boden machen.

Auch Fahrer der Region sind voller Vorfreude

Nominell stark vertreten ist auch wieder die Region Erzgebirge/Westsachsen. Beim ebenfalls kombinierten Lauf mit Weltmeisterschaft und Internationaler Deutscher Meisterschaft mischen sich zum Beispiel der amtierende nationale E1-Champion Andreas Beier aus Krumhermersdorf und Edward Hübner aus Penig, der in der DM-Klasse E 2 zur Titelverteidigung antritt, unter die WM-Piloten. Aus gutem Grund, denn nachdem in der Vergangenheit deutsche Fahrer nur sporadisch in der Weltmeisterschaft an den Start gingen, planen die beiden Piloten vom Team Sturm Zschopau in diesem Jahr einige WM-Einsätze mehr zu bestreiten. Punkte für die Deutsche Meisterschaft bekommen sie in Dahlen im Erfolgsfall, wovon auszugehen ist, trotzdem.

Nach zwei Starts 2018 kommt Florian Görner aus dem Drebacher Ortsteil Scharfenstein in der Nachwuchs-Klasse Junior 2 zu seinem nächsten Einsatz im WM-Feld.

Zudem schnuppern der Wolkensteiner Karl Weigelt und Luca Fischeder aus Geringswalde, die beide für das Team des Flöhaers Marcus Kehr fahren, in der Klasse Enduro Youth der unter 21-Jährigen erstmals WM-Luft.

Eine neue dreiteilige Klasse im Rahmen der Enduro-Weltmeisterschaft ist der sogenannte Open Cup. Hierbei gehen in der Zweitaktklasse Maik Schubert aus Hopfgarten und bei den Viertaktern der Augustusburger Bastian Streit an den Start. Hinzu kommt in der Open Senior Jens Oestreich aus Lengefeld.

Kombination von WM und DM

Schuster, bleib bei deinen Leisten! Gemäß dieses Mottos beschränken bzw. konzentrieren sich des Weiteren Derrick Görner aus Gornau, der Borstendorfer Nick Emmrich, Jörg Haustein aus Mülsen, Marc Neumann aus Griesbach, Louis Richter aus Pockau, Patrick Irmscher aus Erlau/Schweikershain, der Zschopauer Marvin Poller, Patrick Strelow aus Limbach-Oberfrohna, Kurt Reichel aus Scharfenstein, Kenny Lötzsch aus Drebach sowie Kevin Nieschalk aus Pockau-Lengefeld auf die DM.

Der vierte Block ist die prädikatfreie nationale Klasse, in der aus erzgebirgischer bzw. westsächsischer Sicht Tobias Opitz aus Lunzenau, der Chemnitzer Michel Lang, Tino Bauer aus Amtsberg, Morris Schneider aus Zschopau, Sören Gatzsch aus Lugau, Fabian Dick aus Limbach-Oberfrohna, Ronny Mauersberger aus Geyer, Michael Martin aus Mildenau, Andreas Lehmann aus Zwönitz sowie Etienne Ulbricht aus Oederan die Geländetortur auf sich nehmen wollen.