Entscheidung für "Heiliger Geist"

Abstimmung Name für neue katholische Pfarrei: Bischof muss seine Zustimmung geben

Crimmitschau/Werdau . Die neu zu bildende katholische Pfarrei in der Pleiße-Region soll den Namen "Heiliger Geist" Werdau-Crimmitschau tragen. Diese Entscheidung wurde bei einer 90-minütigen Wahlversammlung, die im Piusheim in Crimmitschau stattfand, getroffen. Im sechsten Wahlgang stand die Bezeichnung für die Pfarrei, zu der rund 2.500 Gläubige gehören, fest. Sie wird aus den bisher selbstständigen Pfarreien in Werdau und Crimmitschau gebildet. Pfarrer Michael Gehrke erklärt die Bedeutung der Bezeichnung: Der "Heilige Geist" stehe für die göttliche Lebenskraft und die schöpferische Energie Gottes. Die Heiligen, nach denen die bisherigen Pfarreien benannt sind, Bonifatius (672-754) und Franziskus von Assisi (1182-1226), hätten auf ihre persönliche Weise in ihrer jeweiligen Zeit aus der Kraft dieses Heiligen Geistes gelebt und gewirkt. "Er ist also auch das Verbindende dieser beiden Patrone der Pfarrkirchen von Werdau und Crimmitschau. Und in demselben Geist wollen die beiden Gemeinden nun gemeinsam als Christen ihren Weg in die Zukunft gehen", erklärt Gehrke. Die Mitglieder der Pfarreien hatten vor der Wahlversammlung rund 50 Vorschläge für die neue Bezeichnung unterbreitet. Bei der Abstimmung schafften "Heilige Dreifaltigkeit" und "Zum guten Hirten" den Einzug in die Endrunde. Dazu kamen mit "St. Bonifatius" und "St. Franziskus" die Namen der beiden bisherigen Pfarreien. Die Bezeichnung "Heiliger Geist" soll nun dem zukünftigen Bischof des Bistums Dresden-Meißen vorgeschlagen werden. Da bisher ungewiss ist, wann die Bischofsstelle wieder besetzt wird, steht auch der Termin für die Bestätigung durch das Bistum in den Sternen. Deshalb kann es passieren, dass die kirchenrechtliche Vereinigung der beiden Pfarreien und das Inkrafttreten des neuen Namens erst am 1. Januar 2014 erfolgen. Ursprünglich war geplant, dass die Fusion schon zu Beginn des Jahres 2013 vollzogen werden kann.