• Corona-News
  • Sachsen
  • Chemnitz
  • Erzgebirge
  • Mittelsachsen
  • Vogtland
  • Westsachsen
Chemnitz

Entsteht hier bald ein Radweg?

Projekt Untersuchungen sollen Klarheit in Sachen Zauneidechse bringen

Oberlungwitz/Hohenstein-E. 

Oberlungwitz/Hohenstein-E. Mittlerweile führt der Radweg auf der alten Bahnlinie von Lugau bis kurz vor die Bundesstraße 173 in Mittelbach. Er soll bis nach Wüstenbrand fortgesetzt werden, doch der Bau des fehlenden Abschnittes verzögert sich. Unter anderem müssen noch Fördermittel bewilligt werden und Naturschutzfragen geklärt werden. Denn es ist möglich, dass der Schotter der alten Bahnstrecke zum Lebensraum für seltene Tiere wie die Zauneidechse geworden ist. Das soll nun untersucht werden. "Wenn sie gefunden wird, gibt es in dem Bereich genug Flächen, um die Tiere umzusiedeln", schätzt der Oberlungwitzer Bürgermeister Thomas Hetzel ein.

Einiges spricht gegen den Weg

Naturschützer hatten den Radwegbau generell kritisiert. Zwar ist die umweltfreundliche Fortbewegung zu begrüßen, aber der neue Weg ersetzt keinen Straßenverkehr, sondern diene fast ausschließlich dem Freizeitvergnügen, dem für den Bau Natur geopfert werden müsse. Die stillgelegten Bahndämme sind aus Sicht von Experten zu Streifenbiotopen geworden, die verschiedene Lebensräume verbinden. Deshalb sollten Radwege lieber dort gebaut werden, wo sie tatsächlich PKW-Verkehr ersetzen könnten. Auf der Bahntrasse gibt es im Bereich zwischen Mittelbach und Wüstenbrand, der auch auf Flächen der Stadt Oberlungwitz verläuft, noch weitere Herausforderungen.

An einer Stelle im Bereich des früheren Ölteiches wurden hier tonnenweise alte Bahnschwellen, die mit Chemikalien belastet sind, zwischengelagert. Deren Entsorgung wird einiges kosten. Wann der Radwegbau fortgesetzt wird, steht noch nicht fest.



Prospekte