Er ist doch ein echter Rennfahrer

Motorsport Moritz Jenkner fährt erste Erfolge ein

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Steve Jenkner, Chefmechaniker Silvio Irmischer und Moritz Jenkner blicken zuversichtlich in die Zukunft. Foto: Thorsten Horn

Hohenstein-Ernstthal. Nicht das beste, aber das punktereichste Ergebnis seiner noch jungen Rennfahrerkarriere erzielte Moritz Jenkner in der Vorwoche in Assen. Ausgerechnet in Assen, wo sein Vater Steve vor 14 Jahren den Großen Preis der Niederlande in der Klasse bis 125 ccm gewann.

Erst setzte niemand auf Moritz

Nur allzu gern möchte der 16-jährige Moritz ähnlich erfolgreich sein, doch seine körperlichen Voraussetzungen ließen, realistisch betrachtet, nicht gerade darauf schließen. "Moritz hat Spaß daran, wie ich früher, aber ein richtiger Rennfahrer wird das wohl eher nicht", urteilte Vater Steve zu jener Zeit, in der der auf Grund eines ärztlich belegten Stoffwechselproblems etwas pummelige Filius mit Pocket- oder Mini-Bikes oft im Hintertreffen war.

Doch Moritz Jenkner ließ sich nicht beirren, mit eiserner Selbstdisziplin seinem großen Traum so nahe wie möglich zu kommen. In Sachen Ernährung und Fitness schuftete er mehr als andere Kinder und erntet jetzt die ersten Früchte. 2016 stieg er für das Team PZ Motorsport neu in den Yamaha-Cup ein, verfehlte aber zunächst die Punkte.

Diese Saison bringt erste Erfolge

In diesem Jahr begann die Saison erst zum Sachsenring-GP-Wochenende in Oschersleben, wo er im ersten Lauf erneut die Punkte verfehlte. Im zweiten brillierte er dann als Fünfter. Da dieses Rennen abgebrochen wurde, gab es nur halbe Punkte. In Zolder schied nach Startplatz vier per Sturz aus. So auch im Sonntagsrennen in Schleiz, nachdem er tags zuvor Elfter geworden war. Vorige Woche erreichte er in Assen als Sechster die bisher höchste Punkteausbeute und hat an diesem Wochenende dort die nächste Chance.