Er leitet schon seit 25 Jahren das Karl-May-Haus

Karl-May-Haus Museumschef André Neubert hat eine Menge erlebt

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André Neubert mit einem Karl-May-Portrait. Foto: Markus Pfeifer

Hohenstein-Ernstthal. Diese Woche konnte André Neubert sein 25-jähriges Jubiläum als Leiter des Karl-May-Hauses in Hohenstein-Ernstthal feiern. Am 1. März 1993 hatte der heute 57-Jährige die Stelle übernommen. Seitdem hat sich das Museum deutlich verändert, unter anderem durch die Eröffnung der Karl-May-Begegnungsstätte im Jahr 2001, die Schaffung des Lapidariums als Sammlung besonderer Steine seit 2006 und die Neugestaltung der Dauerausstellung nach der umfangreichen Sanierung des Museums in den Jahren 2014 und 2015.

Damals als es noch keine Computer oder Kopierer gab

Die moderne Technik in der Ausstellung, wo es digitale Informationsmöglichkeiten gibt, deren Inhalte ständig erweitert werden, war in Neuberts Anfangszeit noch ein Wunschtraum. Damals hatte er ein Minibüro im kleinen Karl-May-Hauses, Computer oder Kopierer gab es nicht. "Es hatte einen guten Namen und doch war reichlich Handlungsbedarf", sagt er.

Der futuristische Entwurf sorgt für Diskussion

Die Weiterentwicklung dauert bis heute an. Mit dem jüngsten Stadtratsbeschluss wurde der Bau eines neuen Depots auf den Weg gebracht. Der futuristische Entwurf hat schon für einige Diskussionen gesorgt. "Man sollte mit Zuversicht die Fachleute ihr Handwerk verrichten lassen. Jedem steht es zu, Entscheidungen, Vorschläge, Varianten zu hinterfragen, sich erklären zu lassen oder ergebnisorientiert zu diskutieren. Es ist heutzutage in Mode gekommen erstmal gegen etwas zu sein. Ich bevorzuge, wenn Engagement damit verbunden ist, für etwas zu sein", kommentiert Neubert die Debatten.

Aktuell geht es um Karl May und Humor

Mit Sonderausstellungen und erweiterten museumspädagogischen Angeboten soll auch in Zukunft dafür gesorgt werden, dass das Museum Interesse weckt und der Schriftsteller Karl May (1842 bis 1912) als bekanntester Sohn der Stadt nicht in Vergessenheit gerät. In der aktuellen Sonderausstellung geht es um Karl May und Humor. Sie ist bis Anfang April zu sehen. Geöffnet ist von Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr.