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Er sieht zwar aus wie ein Storch... ist es aber nicht

Natur Ansammlungen von Silberreihernin Limbach-Oberfrohna

Limbach-Oberfrohna. 

Limbach-Oberfrohna. In der Region ist derzeit eine Vielzahl an Silberreihern zu beobachten. "Durch ihre Ähnlichkeit zum Weißstorch erreichen uns gerade jede Menge Anfragen von Bürgern. Einige denken, die Tiere sind schon wieder von ihrer Winterreise zurück. Doch dem ist nicht so", erzählt Jens Hering, Ornithologe und Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Zwickau.

Mit der Ankunft des Weißstorchs werde frühestens im Februar gerechnet, so Hering. Da viele Störche mittlerweile nicht mehr in Afrika überwintern, sondern in Spanien oder Portugal, sei die Ankunft in Deutschland immer früher. Doch Anfang Januar handelt es sich bei den storchenähnlichen Vögeln, die aktuell zum Beispiel auf der Fläche zwischen Sonnenbad Rußdorf und Gutsweg stehen, um Silberreiher, die vermutlich aus osteuropäischen Brutgebieten stammen und hier in der Region überwintern. Bis zu 30 von ihnen sind derzeit auch in der Feldflur nahe dem Frohnbachtal unterwegs. "Sie ernähren sich hauptsächlich von Feldmäusen, die es hier aktuell reichlich gibt", so Hering.

Auch Störche werden in diesem Jahr hier brüten

Bei den Störchen geht Jens Hering davon aus, dass sich auf dem Schornstein an der Waldenburger Straße wieder ein Paar einfinden wird. "Vielleicht kommen auch die beringten Vögel zurück", sagt er. Ein Vogel davon stammte aus dem Leipziger Raum, der andere aus Thüringen. Lediglich im letzten Jahr kam das Storchenpaar nicht an seinen etablierten Platz. Dafür hatten sich zwei Neulinge ihr Nest auf der Esse gebaut - sie waren unberingt und stammten vermutlich aus der Region.

Im Landkreis Zwickau gibt es etwa zehn Brutpaare. Einen wahren Strochenboom gab es 2020 im Ortsteil Pleißa. Eine große Pappel, die im Sommer verschnitten wurde, diente als Schlafplatz von mehreren Weißstörchen.



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