Erfinder suchen Partner

Interview mit Thomas Stark

Zwickau. 

Der Deutsche Erfinderverband Sektion Vogtland präsentiert sich derzeit in der IHK Regionalkammer Zwickau. Der BLICK sprach mit Thomas Stark aus Hartenstein, Sprecher des Vereins über die Tüftler, ihre Ideen und den langen Weg zu deren Umsetzung.

Herr Stark, welche nützlichen Ideen können denn die Besucher in der Ausstellung bewundern?

Nun, da wären unter anderem die Hilfen für den Hobby-Gärtner. Beispielsweise befindet sich eine dauerhaft dichte Gummibandschelle darunter. Sie dient als Verbindung für zwei Schlauchstücke, die im Gegensatz zur Metallschelle nicht rostet oder nässt. Auch für den energiebewussten Vermieter haben wir etwas dabei, ein Modul zum Nachrüsten von Plattenheizkörpern, womit die Heizkosten um bis zu zwölf Prozent gesenkt werden können. Für die moderne Hausfrau stellen wir eine Lösung vor, mit der das Besteck in der Spülmaschine garantiert rostfrei bleibt.

Warum schaffen es eigentlich nur zwei Prozent aller Patente auf den Markt?

Eine gute Idee zu haben, ist die eine Seite. Für die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung eines neuen Produktes braucht es dagegen viel Zeit, Geld und Partner - vom Ingenieur, Produktdesigner und Grafiker bis hin zum interessierten Hersteller. Allein die Kosten für den Patentschutz steigen jährlich. Diese Schwierigkeiten übersteigen meist die Möglichkeiten privater Erfinder. So bleiben etliche Innovationen in der Schublade. Das finde ich sehr bedauerlich.

Der Erfinderverband und seine Mitglieder aus unzähligen Fachgebieten helfen mit Weiterbildungsangeboten, Kontaktvermittlung und Erfahrungsaustausch. Viel effektiver wäre es jedoch, wenn Unternehmer mit ihren Problemen auf uns zukämen. Gemeinsam könnten wir bedarfsgerechte Lösungen finden. Hier steckt noch jede Menge ungenutztes Potenzial drin.