Erhält Glauchau bald einen Beinamen?

Stadtrat Antrag der FDP und der Freien Wähler kommt im Januar auf die Tagesordnung

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Glauchau soll mehr auf seinen berühmtesten Sohn aufmerksam machen. Den Vorschlag unterbreiten Stadtrat Nico Tippelt und Denkmalvereins-Chefin Monika Hanns. Foto: Frenzel

Glauchau . In Glauchau soll künftig stärker an den Wissenschaftler Georgius Agricola (1494 bis 1555) erinnert werden. Das geht aus einem gemeinsamen Antrag, den Stadträte von FDP und Freien Wählern vorbereitet haben, hervor. Auch der Denkmalverein unterstützt den Vorstoß. "Glauchau ist die Geburtsstadt von Georgius Agricola. Hier wurde er für das Leben geprägt", sagt Vereinschefin Monika Hanns. Mit dem Agricola-Denkmal im Park am Bahnhof wird bereits an den berühmtesten Sohn der Stadt erinnert. Auch das Gymnasium und eine Straße in der Oberstadt tragen den Namen von Georgius Agricola, der als "Vater der Mineralogie" und als Begründer von Geologie und Bergbaukunde als Wissenschaften gilt. Dabei soll es aus Sicht der Vertreter von FDP und Freien Wählern aber nicht bleiben. Sie fordern, dass sich Glauchau um den Beinamen "Georgius-Agricola-Stadt" bemühen soll. Zudem wird eine entsprechende Beschilderung an der Autobahn und an den Ortseingängen angeregt. Die Initiatoren des Antrages schlagen auch vor, dass Glauchau die Jahrestagung der Georgius-Agricola-Gesellschaft für Technikgeschichte und Industriekultur austragen soll. Im Idealfall im Jahr 2019, wenn sich der Geburtstag von Georgius Agricola zum 525. Mal jährt. "Aufgrund dieser Besonderheit der Stadt Glauchau, die als einzige Stadt nachweislich die Geburtsstadt des Wissenschaftlers ist, sollte dies im Rahmen des Stadtnamens gewürdigt werden und stellt zudem ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für eine touristische Region dar", wirbt Nico Tippelt um Unterstützung bei den restlichen Stadträten. Das Thema soll zur Sitzung im Januar wahrscheinlich auf die Tagesordnung kommen.