Erneutes "Alles oder nichts-Spiel" für die Eispiraten

Eishockey Julian Talbot war Sonntag in zwei Boxkämpfe verwickelt

Crimmitschau. 

Crimmitschau.Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau bietet den Löwen Frankfurt im Viertelfinale der Play-offs in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) weiter Paroli. Am Sonntag feierte das Team um Kapitän André Schietzold im Kunsteisstadion im Sahnpark einen 5:1 (1:1, 2:0, 2:0)-Sieg. Vor den 2429 Zuschauern trugen sich Philipp Halbauer (2), Christoph Kabitzky, Carl Hudson und Christian Hilbrich in die Torschützenliste ein.

Am heutigen Dienstag tritt man um 19.30 Uhr zur fünften Partie wieder in Frankfurt an. Mit einem Sieg könnten die Westsachen die Hoffnung auf das Playoff-Halbfinale weiter am Leben halten. Bei einer Niederlage wäre die Saison für die Cracks von Daniel Naud beendet.

"Lebhafte Geburtstagsfeier"

Unterdessen ist Julian Talbot auch an seinem Ehrentag keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen. Der kanadische Mittelstürmer hat am Sonntag seinen 34. Geburtstag gefeiert. Trotzdem lieferte sich der Kanadier zwei Boxkämpfe mit den Löwen-Stürmern Maximilian Eisenmenger im zweiten Drittel und Carter Proft im letzten Abschnitt. Die Schiedsrichter schickten Julian Talbot kurz vor der Schlusssirene mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine. Die Disqualifikation konnte die gute Laune des Angreifers, der momentan mit Rob Flick und Adrian Grygiel die Paradereihe bildet, nicht trüben. Durch den 5:1-Sieg konnten die Westsachsen erstmals in der Viertelfinal-Serie als Sieger das Eis verlassen. Einigkeit herrschte kurz nach der Schlusssirene bei den beiden Trainern. Sie sprachen von einem verdienten Sieg für die Eispiraten Crimmitschau, die - wie in den letzten Wochen schon - mit drei Reihen agierten.

Lob vom Coach des Gegners

"Heute gab es nur ein Team, welches um den Sieg gespielt hat. Ich habe eine starke Mannschaft von Crimmitschau gesehen, Wir haben viele Fehler gemacht, die ich mit meinem Team auswerten muss", sagte Löwen-Trainer Matti Tiilikainen. Eispiraten-Coach Daniel Naud freute sich dagegen über eine kompakte Defensivleistung. "Wenn man gegen einen Gegner wie die Löwen Frankfurt nur 23 Torschüsse zulässt, hat man viel richtig gemacht", sagte Daniel Naud, der zudem ein Sonderlob an seinen dritten Block und an Torhüter Sebastian Albrecht verteilte. "Vor allem in den ersten zehn Minuten hat uns Sebastian Albrecht mit starken Paraden im Spiel gehalten", sagte der Coach.