Erste-Hilfe lernen mit Videofilmen? Werdau weiß wie´s geht.

DRK Kreisverband Zwickauer Land startet sein von Corona-Auflagen geprägten Lehrgangsprogramm

Werdau. 

Werdau. Dass der DRK-Kreisverband Zwickauer Land seine Erste-Hilfe-Lehrgänge seit einigen Jahren unter anderem im "Alten Schützenhaus" in Werdau durchführt, ist nicht neu. Allerdings haben sich wegen der augenblicklichen Corona-Pandemie die Umstände für Ausbilder und Lehrgangsteilnehmer um einiges geändert.

Theorie statt Praxis

"Wir müssen eine Reihe von Auflagen erfüllen, um unsere Lehrgänge wie gewohnt durchführen zu können", sagte mit Heiko Döhler der Chef des Werdauer DRK-Ortsverbandes, der am vergangenen Samstag mit einem Erste-Hilfe-Kurs für Fahrschüler das Lehrgangsprogramm des Wohlfahrtsverbandes wieder gestartet hat. Schon wegen der geltenden Abstandsregelungen zog Heiko Döhler mit den 20 Teilnehmern in den großen Saal des Schützenhauses um, wo er auch die technischen Hilfsmittel nutzen konnte. Denn im Vergleich zu den Lehrgängen vor der Corona-Krise muss der Ausbilder beispielsweise statt der gewohnten praktischen Vorführungen nun Videofilme zum Einsatz bringen.

Gegenwärtig nur die Ein-Helfer-Methode gelehrt

Selbst bei den Herz-Kreislauf-Wiederbelebungen mit den Übungspuppen gelten verschärfte Hygienevorschriften. "Weil zwei Helfer an einem Verletzten raumtechnisch zu dicht arbeiten würden, dürfen wir jetzt nur noch die Ein-Helfer-Methode lehren", sagte Heiko Döhler, der von Zeit zu Zeit einen Blick auf die "Empfehlungen zur Durchführung von Bildungskonzepten der praxisorientierten Ersten Hilfe während der Corona-Pandemie" werfen musste. Diese Regelungen stammen von der Bundesarbeitsgemeinschaft Erste Hilfe (BAGEH), in der mehrere Hilfsorganisationen des Landes zusammengeschlossen sind.

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