Erste Ladesäule steht in der Innenstadt

Elektro-Mobilität Aufbau hat knapp 10.000 Euro gekostet

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VWS-Geschäftsführer Hendrik Haertwig (li.) und Crimmitschaus Oberbürgermeister Holm Günther freuen sich über die neue Ladestation. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Die Verbundwerke Südwestsachsen (VWS) nehmen die ersten öffentlichen E-Ladesäulen in Crimmitschau in Betrieb. Elektrofahrzeuge können seit dem Freitagmittag an der Station im Bereich der Friedrich-August-Straße in der Nähe der Sparkasse aufgeladen werden. Eine weitere Ladesäule kommt an den nächsten Tagen auf den Bahnhofsvorplatz, der momentan umgestaltet wird. "Wir müssen Flagge zeigen und das Thema erlebbar machen", sagt VWS-Geschäftsführer Hendrik Haertwig. Die Entscheidung zu den Standorten in Crimmitschau wurde bewusst getroffen. Die Ladesäulen befinden sich in der Nähe von Einkaufsmöglichkeiten und Hotels. "Also dort, wo viele Leute hinkommen", sagt Haertwig. Er kündigt an, dass künftig auch bei Veranstaltungen in der Innenstadt von Crimmitschau die Werbetrommel für die Elektromobilität gerührt werden soll.

Technik und Tiefbauarbeiten für die neue Ladesäule an der Friedrich-August-Straße haben knapp 10.000 Euro gekostet. Die Säule enthält zwei Ladepunkte mit einer Leistung von jeweils 22 Kilowatt. Das Aufladen dauert - je nach Fahrzeugtyp - zwischen einer und zweieinhalb Stunden. Die Abrechnung erfolgt dabei per Handy über das Netzwerk "The New Motion", welches europaweit an rund 27.000 Ladestationen zum Einsatz kommt. "Fahrzeuge, die aufgeladen sind, legen rund 200 Kilometer zurück", sagt Hendrik Haertwig. Die Verbundwerke Südwestsachsen betreiben bisher zwei Ladestationen in Stollberg. In Lichtenstein sollen 2017 die ersten beiden Ladesäulen ans Netz gehen. Oberbürgermeister Holm Günther (Für Crimmitschau) hat die Entscheidungen begrüßt. "Zumal der Elektro-Golf künftig in Mosel hergestellt wird", sagte Günther. Er machte deutlich, dass sich auch die Stadtverwaltung dem neuen Angebot nicht verschließen wird. Wenn Dienstfahrzeuge in den nächsten Jahren aussortiert werden müssen, soll bei der Ersatzbeschaffung über Elektrofahrzeuge nachgedacht werden.