Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung

Asylpolitik Wohnheim wird im Dezember bezogen

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Das Objekt auf der Oststraße soll in Kürze bezogen werden. Foto: abu

Limbach-Oberfrohna. Bereits vor mehr als einem Jahr war entschieden worden, auf der Oststraße 17 das ehemalige AOK-Gebäude zur Unterkunft für Asylbewerber umzugestalten. Über die Monate war dies in der Bevölkerung fast in Vergessenheit geraten - als nun die Nachricht kam, dass im Dezember erste Flüchtlinge einziehen werden, gab es vielfach Besorgnis zu hören. Dies resultierte vor allem daraus, dass es hauptsächlich alleinreisende Männer sein werden, die die Zweibettzimmer bewohnen. Laut dem Landkreis ist der Mietvertrag bis zum 30. April 2026 geschlossen worden. Das Grundstück steht im privaten Eigentum einer GmbH. "Wie viele Bewohner es letztlich geben wird, hängt vor allem auch von der aktuellen Entwicklung in der Türkei ab", erklärte Jesko Vogel. "Von den 150 Plätzen werden zunächst 40 bis 80 benötigt." Die Zahlen schwanken immer stark, sodass der OB sich nicht genauer äußern kann. Fest steht jedoch, dass die ersten Bewohner die derzeit in der Notunterkunft "Schule Mülsen" untergebrachten Asylsuchenden sind, da diese geschlossen wird. Diese Menschen stammen unter anderem aus Afghanistan, Iran und dem Libanon. "Ich habe mich persönlich mit dem Mülsener Bürgermeister unterhalten und dadurch erfahren, dass es dort keinerlei Probleme gegeben hat", informierte Vogel. "Wir werden auch noch ein Infoschreiben an Gewerbetreibende und Anwohner verteilen, auf denen beispielsweise Kontaktdaten stehen."

Von Seiten der Stadtverwaltung soll es so rasch wie möglich verschiedenen Angebote geben, damit die Asylsuchenden beschäftigt und eingebunden werden. Die Betreuung wird der erfahrene "Pandechaion"-Verein übernehmen. Der OB geht zudem davon aus, dann nicht alle Verfahren mit dem Bleiberecht enden beziehungsweise dass manche Asylanten danach andere Städte wählen werden.