"Es gibt nichts Schöneres, als kreativ zu sein"

Ausstellung Limbacher Maler Joachim Walter zeigt Bilder im Schloss Wolkenburg

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Joachim Walter präsentiert derzeit eine Auswahl seines künstlerischen Schaffens im Schloss Wolkenburg. Foto: Steffi Hofmann

Limbach-Oberfrohna. Wenn man ihn fragt, was ihn nach 90 Lebensjahren immer noch antreibt, kommt sofort die Antwort: das Malen! "Es hält mich jung und sorgt dafür, dass ich fit bleibe. Es gibt nichts Schöneres im Leben, als kreativ zu sein", sagt Joachim Walter. Der Limbacher Maler - nach eigener Aussage der letzte, den es in der Stadt überhaupt noch gibt - zeigt jetzt seine Arbeiten im Schloss Wolkenburg.

Die Kunst begleitet ihn schon sein Leben lang

Bis 29. Juli können dort dienstags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr Malerei- und Grafikarbeiten Walters bewundert werden.

Joachim Walter wurde 1927 im niederschlesischen Dyhernfurth geboren. Nach einer Lehre im Malerhandwerk studierte er Malerei und Grafik an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden.

Bis zur Wende war er als Betriebsgrafiker des VEB Ermafa/Textima in Karl-Marx-Stadt tätig. Seit 1990 arbeitete er als freier Künstler. Zahlreiche Personalausstellungen, unter anderem in Hechingen, Ingelheim oder Hannover, reihten sich an Beteiligungen im In- und Ausland.

Joachim Walter erhielt 1977 den Kulturpreis des Bezirks und im Jahr 1994 den 1. Spindelkunstpreis zum Thema "Limbacher Land und Leute".

Das Limbacher Land fasziniert ihn

Das Limbacher Land ist es auch, das ihn bis heute künstlerisch in seinen Bann zieht. Zwar hat der Maler auch farbenprächtig den "Indian Summer" in Kanada, die Ostsee oder die Berge in Tirol auf die Leinwand gebracht.

Zu seinen Lieblingsmotiven zählen aber die Landschaften in der Heimat, wie das Gebiet um den Großen Teich oder die Langenberger Höhe.

"Diese Orte strahlen für mich Ruhe aus und ich staune auch immer wieder über die Natur. Das versuche ich auf meinen Bildern rüberzubringen", erläutert er. Die Menschen sollten beim Betrachten seiner Werke eben diese Ruhe und Entspannung empfinden, in einer laut Walter hektischen und getriebenen Zeit.