Es wird eben alles teurer

Finanzpolitik In Werdau steigen Gewerbe-, Grund- und Hundesteuer

Die Einwohner und Gewerbetreibenden in Werdau müssen ab Beginn des neuen Jahres tiefer in die Kasse greifen. Der Grund: Der Stadtrat hat einer Erhöhung der Steuersätze zugestimmt. Damit werden Maßnahmen, die zum Teil schon im Haushaltsstrukturkonzept enthalten sind, umgesetzt. Die Stadt reagiert mit der Entscheidung auch auf die Erhöhung von Betriebskosten und Kreisumlage sowie Tarifanpassungen. Durch die Steuererhöhungen sollen Extra-Einnahmen von rund 320.000 Euro in die Stadtkasse fließen, kündigt Kämmerin Birgit Pallas an.

Nach einer konstruktiven Debatte haben sich die Stadträte auf neue Hebesätze geeinigt. Dabei blieben sie zum Teil unter den Vorschlägen aus dem Rathaus. Der Hebesatz für die Grundsteuer A (Land- und Forstwirtschaft) steigt von 300 auf 310 Prozentpunkte. Bei der Grundsteuer B (bebaute und unbebaute Grundstücke) kommt es zu einem Anstieg von 440 auf 475 Prozentpunkte. Die Gewerbesteuer steigt von 375 auf 405 Prozentpunkte.

Höhere Kosten kommen auch auf die Hundebesitzer zu. Die Hundesteuer steigt für den ersten Hund auf 84 Euro. Bisher mussten für den Vierbeiner nur 50 Euro bezahlt werden. Zudem steigt die Steuer für jeden weiteren Hund von 70 auf 96 Euro und für jeden gefährlichen Vierbeiner von 400 auf 540 Euro. Die Abgeordneten machten deutlich, dass es zudem stärkere Kontrollen geben soll, um zu prüfen, ob die Hundebesitzer ihre Tiere tatsächlich angemeldet haben. Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) sagt: "Die Erhöhung der Steuern ist nur eine von 40 Maßnahmen, die wir innerhalb der Umsetzung unseres Haushaltsstrukturkonzeptes prüfen".