ETC: "Wir haben zu wenig Tore geschossen"

Eishockey Kapitän der Crimmitschauer blickt auf eine "enttäuschende Saison"

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André Schietzold blickt auf die Saison 2016/17. Foto: Frenzel

Crimmitschau. Bei den Eispiraten Crimmitschau läuft weiter die Ursachenforschung für eine sportlich enttäuschende Saison. Aus Sicht von Kapitän André Schietzold gab es etliche Probleme in der Offensive. "Wir haben zu wenig Tore geschossen und aus den Möglichkeiten im Powerplay zu wenig gemacht. Wir konnten in der Hauptrunde nie zwei Spiele in Folge gewinnen. Das sagt eigentlich alles", sagt der 30-Jährige, der auch persönlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist.

In 61 Partien stehen 8 Treffer und 27 Vorlagen in seiner Statistik. Der gebürtige Werdauer hat zu selten seinen gefürchteten Hammer an der blauen Linie ausgepackt. Auch der Trainerwechsel sorgte nicht für den gewünschten Effekt. Unter Chris Lee gab es im Durchschnitt einen Punkt pro Hauptrundenspiel. Er musste im Dezember seine Sachen packen. Unter John Tripp lag die Quote gar nur bei 0,6.

Der Klassenerhalt ist trotzdem sicher

"Der Coach gibt eine Marschroute vor. Wenn sich allerdings nicht alle in der Mannschaft daran halten, ist es schwierig", beschreibt André Schietzold die Eispiraten-Misere. Erst in der entscheidenden Phase der Saison konnten die Westsachsen eine Schippe drauflegen und in der Serie gegen die Starbulls Rosenheim den Klassenerhalt sichern. Dagegen müssen die Oberbayern den Weg in die Oberliga antreten.

John Tripp bleibt nicht in Crimmitschau

"Der Klassenerhalt war wichtig für den gesamten Standort. Es hätte schließlich noch schlimmer kommen können. Trotzdem überwiegt noch die Enttäuschung", sagt André Schietzold, der kürzlich sein 400. Pflichtspiel für das Eispiraten-Team bestritten hat. Momentan befinden sich die Verantwortlichen auf der Suche nach einem neuen Coach. Welche Eigenschaften muss der Übungsleiter mitbringen? Schietzold dazu: "Wir brauchen einen erfahrenen Mann, der weiß, wie man eine Mannschaft zusammen stellt und formt."