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Euphorie im Hohen Forst: Welterbetitel birgt Chancen

Entscheidung Viel Arbeit geht mit Verleihung einher

Kirchberg. 

Kirchberg. Auf seiner 43. Sitzung hat das Welterbekomitee der Unesco am vergangenen Samstag in Baku die Aufnahme der "Montanregion Erzgebirge/Krusnohorí" in die Liste des Welterbes beschlossen. Unter den dazugehörigen 22 Denkmalen, Natur- und Kulturlandschaften befindet sich mit dem Hohen Forst auch ein Objekt aus der hiesigen Region.

Natur- und Bergbaulehrpfad angelegt

Der Hohe Forst gilt als eine der ältesten und am besten erhaltenen historischen Bergbaulandschaften. Bereits im 13. Jahrhundert wurden dort zunächst Silber-, später dann Kupfererze gefördert. Noch heute gibt es im Hohen Forst zahlreiche Hinweise, die auf den einst dort betriebenen Bergbau hindeuten. Darunter Halden und Pingen. Die Nabu-Ortsgruppe Kirchberger Natur- und Heimatfreunde hat auf dem Areal einen Natur- und Bergbaulehrpfad sowie das Vereinsbergwerk Engländerstolln und einen Wanderrastplatz angelegt.

Chancen und Ernüchterung

Die Kirchberger Bürgermeisterin Dorothee Obst erklärte: "Der Titel birgt viele Chancen. Auf uns kommt aber auch viel Arbeit zu." In einem ersten Schritt müsse nun der Wander-Parkplatz am Hohen Forst ausgebaut werden. Ein Mitglied der Natur- und Heimatfreunde, das nicht namentlich genannt werden möchte, warnte allerdings vor allzu großer Euphorie im Zusammenhang mit der Titelverleihung. "Man sollte realistisch bleiben. Vom Tourismus profitieren werden sicherlich die großen Bergbaustädte und Kerngebiete. Wir sind sicherlich wichtig, liegen aber nur am Rande und sind einfach ein Stück weit zu klein. Außerdem fehlt die Infrastruktur, etwa Gaststätten und Hotels."



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