Europäischer Stationenweg in Zwickau

Geschichten auf Reisen Die Reformation im Fokus der Muldestadt

europaeischer-stationenweg-in-zwickau
Gabriele Floßmann ist Vorstandsvorsitzende der Stadtmission Zwickau. Foto: msz/Alfredo Randazzo

Zwickau. Bereits seit mehr als sechs Monaten tourt die Aktion "Stationenweg" durch ganz Europa. Im Zuge der Tour werden in 19 Ländern insgesamt 67 Städte besucht, bevor sie Ende Mai in Wittenberg ihr Ziel erreichen wird. Im Gepäck sind jede Menge spannende Geschichten über die Reformation und ihre Auswirkungen. Am Dienstag machte der Tross auf seinem Weg auch auf dem Zwickauer Hauptmarkt Station.

"Helden sind nicht Einzelne."

Um 10 Uhr öffnete das Geschichtenmobil auf dem Hauptmarkt seine Türen. Das Interesse der Zwickauer an der vielgestaltigen Aktion, eingebettet in ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, war groß. Zahlreiche Rundgänge boten Einblicke in die Geschichte der Stadt Zwickau zu Luthers Zeiten.

"Helden sind nicht Einzelne.": Man weiß nicht, ob Luther diese Worte als Mahnung oder bloße Feststellung an seine Tischgesellschaft richtete, dieser Satz, der nach all den Jahren nichts von seiner Bedeutung verloren hat, ist das Motto für den Europäischen Stationenweg.

Geschichte multimedial aufgearbeitet

Im Zentrum des Projekts der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) steht das Geschichtenmobil - ein multimedial ausgestatteter und begehbarer Truck. Zwickau, viertgrößte Stadt Sachsens und Reformationsstadt Europas, gab dem Team so einiges mit auf den Weg. Vertreter des Kulturamtes der Stadt Zwickau sowie der Evangelisch-Lutherischen Nicolaikirchgemeinde arbeiteten schon seit über einem Jahr daran.

Am Abend berichtete Gundolf Schmidt im Bürgersaal des Rathauses von seiner Reise auf dem sächsischen Lutherweg. Es kamen Episoden und Anekdoten zur Sprache, Videoclips und Fotos wurden gezeigt.

Der Vortrag bot für viele Zuschauer ganz neuen Blick auf Sachsen. Zum Abschluss des Tages ging es mit dem Nachtwächter auf Entdeckungstour durch die Straßen und Gassen Zwickaus.